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25.09.2006 

Eine Teststrecke unterliege anderen Anforderungen als eine kommerzielle Strecke, sagte der CSU-Politiker weiter. Im Gegensatz zum Emsland würden in München alle Fahrzeuge auf der Strecke im Sicherheitssystem erfasst. Dennoch werde nachgebessert, sollte es entsprechende Erkenntnisse geben. Grundsätzliche Zweifel an der Transrapid-Technologie habe er trotz des Unfalls nicht. Bei dem Unglück deute alles auf eine unglückliche Verkettung von Anläufen hin, „bei denen wohl menschliches Versagen eine Hauptrolle spielt“, sagte Huber.

Im ZDF erklärte der CSU-Politiker, der Bund und das Land Bayern gäben ein unabhängiges Gutachten über die Sicherheitssituation in Auftrag. „Wir erwarten dieses Gutachten in sechs bis acht Wochen. Es wird alles getan, um, wenn notwendig, das Sicherheitskonzept in München weiter zu verbessern.“ Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD) hatte am Sonntag nach einem Krisentreffen mit der Betreibergesellschaft und dem Hersteller-Konsortium in Berlin bestätigt, dass es bei dem Unglück erhebliche Sicherheitslücken gegeben habe. Dies hätten die Vertreter der Industrie eingeräumt. Nach ihrer Ansicht hätte ein solcher Unfall bei der geplanten Magnetschwebebahn in München nicht passieren können.

Der SPD-Verkehrsexperte Peter Danckert sagte der „Bild“-Zeitung: „So bitter das Unglück auch ist: Das System darf nicht in Frage gestellt werden.“ Er sprach sich gegen einen Stiopp der Planungen für die Transrapid-Strecke in Münschen aus. „Die Strecke sollte unbedingt gebaut werden“, wird er zitiert.


Bildergalerie Fotostrecke: Das Transrapid-Unglück von Lathen


„Wir müssen bei dem Unglück von menschlichem Versagen und einer Verkettung unglücklicher Umstände ausgehen“, sagte auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). „Es ist voreilig, die Technologie in Frage zu stellen“, sagte er der Zeitung „Hessisch Niedersächsische Allgemeine“ vom Montag. Der Transrapid sei 25 Jahre lang störungsfrei gelaufen. Der SPD- Bundestagsabgeordnete und Verkehrsexperte Rainer Fornahl sagte der „Leipziger Volkszeitung“, es sei „völliger Unsinn zu fordern, nun die Finger vom Transrapid zu lassen“. Der Unfall dürfe nicht zur Folge haben, die ausgefeilte Magnetschwebe-Technologie zu den Akten zu legen.

Die Grünen dagegen sprachen sich gegen den Bau einer solcher Strecke aus. Der verkehrspolitische Sprecher ihrer Bundestagsfraktion, Winfried Hermann, macht neben den Sicherheitsaspekten vor allem finanzielle Gründe geltend. Im Südwestrundfunk sagte Hermann, die Transrapid-Technik bringe zu viele schwer praktikable Schwierigkeiten mit sich, deshalb sei sie mehr als doppelt so teuer wie normale Schienenprojekte.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Experten beginnen mit Auswertung der Unterlagen und des Funkverkehrs.

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