Industrieaufträge
Deutsche Wirtschaft steuert in die Flaute

Die guten Zeiten sind nun auch für Deutschland vorbei. Die Industrie verliert an Aufträgen - und das gesamte Umfeld trübt sich ein. Experten warnen bereits vor einen unsanften Landung.
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BerlinNach dem Höhenflug zu Jahresbeginn droht der deutschen Wirtschaft eine unsanfte Landung. Im Sog der globalen Konjunkturabkühlung brachen der Industrie im April die Aufträge so massiv weg wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Und die Privatwirtschaft ist nach einer Umfrage des Markit-Instituts im Mai erstmals seit dem Jahresbeginn wieder vom Wachstumskurs abgekommen.

"Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal weitgehend stagnieren", prophezeien die Londoner Forscher. Die von der Schuldenkrise erfasste Euro-Zone, Hauptabnehmer deutscher Waren, steuert sogar auf eine Rezession zu.
In der deutschen Industrie sanken die Bestellungen im April um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dies ist der stärkste Einbruch seit November 2011, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein Minus von 1,0 Prozent auf dem Zettel. Allerdings fiel das Plus im März mit 3,2 Prozent um einen vollen Prozentpunkt höher aus als ursprünglich angenommen.

Die Metall- und Elektroindustrie hierzulande setzt jedoch darauf, dass sie mit einem blauen Auge davonkommt: "Wir erwarten keinen Absturz in Deutschland - obwohl uns klar ist, dass es um uns herum traurig aussieht", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser in Berlin. Die Aufträge seien weniger geworden und auch die Erwartungen vieler Unternehmen nicht mehr so optimistisch. Die Stimmung im deutschen Mittelstand erlebte im Mai insgesamt einen regelrechten Einbruch, wie aus dem KfW-ifo-Mittelstandsbarometer hervorgeht. Das Geschäftsklima gab gegenüber dem Vormonat um 5,7 Zähler nach. Dies entspricht fast dem Dreifachen einer normalen Monatsveränderung. Ebenso drastisch trübte sich das Geschäftsklima bei den Großunternehmen ein. Mittelständler wie Großunternehmen schraubten dabei ihre Geschäftserwartungen nach unten und bewerteten die aktuelle Lage pessimistischer. Auslöser für den Stimmungseinbruch dürften die Turbulenzen um Euro-Wackelkandidat Griechenland sein, die zunehmende Besorgnis über die Schuldenkrise aufkommen lässt.

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  • eben kam die Meldung: das etwa 3 Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen!?

  • Dem kann ich nur zustimmen. Ein furchtbarer Headline-Journalismus!

  • Reißerisch? Ja, wahrscheinlich!

    Aber eine Gesellschaft, die schon gute Wachstumsraten der nächsten 20, vielleicht 50 und mehr Jahre fest verfrühstückt hat, ist das fraglos ein gewisser Einbruch. Man könte schon hochrechnen: Bis 2020 Steuermindereinnahmen (skuriler Begriff, skurile Sicht, aber so sind die Polit-Kasper) von rund 80 Mrd. € .........! Problem?

    Nööö kein Problem. MINDEReinnahamen. Konjunkturell bedingt. Na dann machen wir Wachstuzmsprogramme auf Pump ..... Da ist ja dann so richtig sinnvoll. Die Staatsschulden bauen wir dann 2080 ab. Also nicht ab, wir Senken den Zuwachs der Neuverschuldung. Also nach 2080, versteht sich.

    Wer es glaubt wird seelig ......

    Wie tönte der scheidende Finanzminister des am höchsten verschuldeten Flächenlandes vor wenigen Tagen: Wir können schon voir 2020 ohne neue Schulden auskommen. Voraussetzung ist, dass die Steuereinnahmen so hoch bleiben wie zur Zeit.

    In der auf Kante genähten Verschuldungsorgie sind schon verschiedene Nähte geplatzt. Mehr Druck und es platzen weitere. So einfach ist das. Deshalb ist der Artikel eben nicht nur reißerisch.

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