Inflation
Mieterbund warnt vor „Energie-Armut“

Ein Sprecher des Verbands beobachtet einen Zwang zur kalten Wohnung, weil Menschen die gestiegenen Energiepreise nicht mehr finanzieren könnten. Heizöl und Gas haben sich seit vergangenem Jahr deutlich verteuert.
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Wegen der stark gestiegenen Öl- und Gaspreise droht nach Angaben des Deutschen Mieterbundes eine „Energie-Armut“. Viele Menschen könnten sich die warme Wohnung mit 22 Grad nicht mehr leisten, sagte Mieterbund-Sprecher Ulrich Ropertz der „Bild“ (Donnerstagsausgabe). Die Preissteigerungen bei Öl, Gas oder Fernwärme seien kaum noch zu verkraften. „Es droht Energie-Armut“, sagte Ropertz.

Mieterhaushalte müssen dem Verband zufolge im Schnitt etwa ein Drittel ihres Nettoeinkommens für Miete und Heizkosten aufwenden, einkommensschwächere Haushalte oft sogar 40 Prozent oder mehr. Heizöl ist im Vergleich zum vergangenen Herbst um 25 Prozent teurer geworden. Gas wurde im Vergleich zu 2010 um acht Prozent teurer, Fernwärme um sieben Prozent.

Eine vierköpfige Familie, die in einer mit Öl beheizten, 100 Quadratmeter großen Wohnung lebt, muss laut Mieterbund in diesem Jahr 304 Euro mehr zahlen. Würde sie mit Gas oder Fernwärme heizen, müsste sie rund 90 Euro mehr bezahlen. Bei einer mit Öl beheizten, 70 Quadratmeter großen Wohnung bedeutet dies im Schnitt 213 Euro an Mehrkosten im Jahr. Für einen Zwei- bis Dreipersonenhaushalt, der mit Gas oder Fernwärme heizt, fallen im Jahr gut 60 Euro mehr an.

Kommentare zu " Inflation: Mieterbund warnt vor „Energie-Armut“"

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  • Mieterbund warnt vor „Energie-Armut“
    Zitat:
    Viele Menschen könnten sich die warme Wohnung mit 22 Grad nicht mehr leisten,
    „Es droht Energie-Armut“, sagte Ropertz. ---
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    Wieder ein Schlagwort.
    Preisteigerungen sind sicher unangenhem, aber von Energie-Armut zu sprechen, ist doch etwas übertrieben. Wollen wir doch die Kirche im Dorf lassen.
    Raumtemperatur von 22 Grad- das ist doch schon sehr überheizt und übertrieben..
    Ich habe selten mehr als 18 -20 Grad.
    18 Grad ist so Standard, obwohl ich mir die 22 Grad leisten könnte.
    Eine zu warme Wohnung- überheizt -ist überhaupt nicht gesund.
    Wir sind eben teilweise auch zu sehr verwöhnt.
    22 Grad müssen wirklich nicht sein. Da reden alle vom Energie sparen, dann wird die Heizung volle Pulle aufgedreht.
    Wer die 22 Grad haben will, muß eben woanders Abstriche machen.
    Hier gleich wieder die Armutskeule zu holen, das ist schon merkwürdig.

  • Nicht die Konzerne sind Hauptverursacher, sondern wie immer ist der Staat der größte Preistreiber.

    Außerdem sind 22 Grad Celsius natürlich Luxus und Verschwendung.

  • Einst sagte man "Atomkraftgegner überwintern mit kaltem Hintern".
    Wohlstand und Energienutzung stiegen in Deutschland bis in die 80er Jahre stark an. Seitdem stagniert, bzw. sinkt die Energienutzung. Die kaufkraftbereinigten Nettoarbeitseinkommen sinken leicht. In den 80er Jahren erfreute man sich hierzulande am Waldsterben. Man führte die BIMSCH ein mit der die Nutzung von Schweröl und Kohle für die Industrie erschwert wurde. Die Energiesteuern wurden mehrfach erhöht. Mit dem Klimaschwindel wird CO2 verteuert und aufgrund der dämonischen Atomstrahlen stellt man technisch gute und sehr umweltfreundliche Kernkraftwerke ab.

    Wenn man, wie seitens der Regierung geplant, die Nutzung fossiler Energie in den nächsten Jahrzehnten um 80% reduzieren möchte, die Kernenergie aufgrund religiöser Bedenken ablehnt, so ist die kalte Wohnung für die Mehrheit der Gesellschaft eine absehbare Konsequenz. Vielleicht wird dies der Vernunft Bahn brechen.

    Vandale

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