Ingenieure
Immer noch Mangelware in Deutschland

Gute Jobchancen und hohe Perspektiven. Der Arbeitsmarkt für Ingenieure hat die Rezession gut überstanden - und Ingenieure sind nach wie vor gesucht. Dank Fachkräftemangel gibt es immer noch mehr offene Stellen als Arbeitslose.
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DÜSSELDORF. Nach wie vor gibt es in Deutschland deutlich mehr offene Stellen als arbeitslose Ingenieure. Das geht aus dem monatlich vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) herausgegebenen Ingenieurmonitor hervor, der dem Handelsblatt vorab vorliegt. Aus dem Vergleich von Fachkräftebedarf und -angebot errechneten VDI und IW für November eine Ingenieurslücke von 25 500 Personen, die etwa halb so groß ist wie vor einem Jahr und 0,4 Prozent kleiner als im Oktober.

Die Zahl arbeitsloser Ingenieure nahm um 0,6 Prozent auf 27 300 ab. Sie liegt aber um 42 Prozent höher als vor Jahresfrist – das betrifft alle Berufe außer Architekten, Bau- und Vermessungsingenieure.

Die größte Lücke gab es mit 12 163 fehlenden Ingenieuren erneut im Maschinen- und Fahrzeugbau. Die Unternehmen können außerdem derzeit 7 000 Stellen für Elektroingenieure nicht besetzen. Regional waren Fachkräfte vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen Mangelware.

Dirk Hinrich Heilmann
Dirk Heilmann
Handelsblatt / Chefökonom

Kommentare zu " Ingenieure: Immer noch Mangelware in Deutschland"

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  • Der Vergleich Arbeitslose und Stellenzahl ist nicht sinnvoll, da die Zahlen nichts miteinander zu tun haben! Gerade die Zahl der arbeitslosen ingenieure besteht wesentlich durch einen Überhang an iNGs in veralteten bereichen, während die Suchen sich auf andere bereiche beziehen. Da könnte man auch Sportler miteinander vergleichen.

    Die Zahl der "fehlenden" ingenieure ist zudem ein virtueller Konstrukt, denn sie besteht in erster Linie aus dem Suchinteresse, und gesucht wird immer und oft pauschal, z.b. um für Ersatz zu sorgen, der aufgrund ausscheidender Mitarbeiter entstehen WÜRDE! Diese Stellen fehlen nicht AKTUELL sondern WÜRDEN in der Zukunft FEHLEN, wenn nicht ersetzt wird. Das ist ein großer Unterschied. Diese Gesuche repräsentieren keinen Mangel !!! Leider sitzen zu viele (Journalisten) diesem Denkfehler auf.

    Die Zahl der Gesuche ist auch deshalb nicht aussagefähig, weil dort Mehrfachsuchen von Personalvermittlern existieren, die als Vervielfacher wirken: Eine freie Stelle generiert nicht selten 10 Suchen durch Vermittler.

    Würden echte Fachkräfte fehlen, müssten die betroffenen Firmen ja direkt einige der unzähligen arbeitslosen Absolventen einstellen und weiterbilden, welche derzeit zu Tausenden in Fortbildungsmassnahmen sitzen und von der bA bezuschusst werden, damit sie nicht in Hartz4 landen. Allein bayern und baden-W. schummeln so über 1500 MiNT-Absolventen an der Statistik vorbei.

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