„Initiative 50 Plus“ konkretisiert
Müntefering will Älteren bei Jobsuche helfen

Bisher war die "Initiative 50 Plus" nur ein Name. Jetzt hat Arbeitsminister Franz Müntefering einer Zeitung zufolge erstmals ein Eckpunktepapier ausgearbeitet, in dem dargelegt wird, wie er älteren Arbeitslosen zu neuen Jobs verhelfen will. Schon im September könnte das Kabinett das Gesetz beschließen.

HB MÜNCHEN. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, das Ministerium nenne in einem ihr vorliegenden Eckpunkte-Papier erstmals Zahlen zu Kombilöhnen und Lohnzuschüssen für Ältere. Bei der Einstellung von über 50-Jährigen sollen Arbeitgeber demnach ein bis drei Jahre 30 bis 50 Prozent der Lohnkosten als Zuschuss erhalten. Münteferings Experten erwarteten, dass damit die Einstellung von 50 000 bis 70 000 Älteren gefördert werden kann.

Die Förderung solle auch für kommunale Einrichtungen oder Arbeitsgemeinschaften gelten, die Hartz-IV-Empfänger beschäftigen oder vermitteln. Die Zuschüsse würden aber nur gewährt, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens ein Jahr bestehe.

Über 50-jährige Empfänger von Arbeitslosengeld I sollten zudem mit Kombilöhnen wieder schnell in Arbeit gebracht werden. Falls sie künftig für weniger Geld arbeiten als in ihrer früheren Stelle, wolle der Staat ein Jahr lang 50 Prozent der Lohndifferenz dazuzahlen, im zweiten Jahr dann 30 Prozent. Müntefering selbst hatte diese Kombilohn-Zahlen erstmals im Juli genannt.

„Deutschland kann es sich nicht leisten, auf die Potenziale Älterer zu verzichten“, heißt es in dem Eckpunktepapier. Es bedürfe eines „breiten gesellschaftlichen Bündnisses“, um aus der Alterung der Gesellschaft etwas Gutes zu machen. Ziel sei es, die Quote der über 55-jährigen Erwerbstätigen bis 2010 auf über 50 Prozent zu erhöhen. 2005 lag sie bei gut 45 Prozent. Die „Initiative 50 plus“ gilt als wichtiger Baustein bei der Vorbereitung der geplanten Anhebung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre von 2012 an.

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