Innenminister streben Austausch zwischen Wirtschaft und öffentlichem Dienst an
Länder wollen Zugang zum Staatsdienst erleichtern

Die Innenminister der Länder wollen den beruflichen Wechsel zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst erleichtern. „Wir brauchen mehr Flexibilität“, sagte der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) dem Handelsblatt. Darauf habe man sich in der Innenministerkonferenz geeinigt. Heute und morgen diskutiert der Deutsche Beamtenbund (DBB) auf seiner diesjährigen Arbeitstagung in Bad Kissingen über die Zukunft des öffentlichen Dienstes.

BERLIN. Die Altershöchstgrenze bei der Einstellung von Beamten, die in manchen Bereichen bei 35 liegt, müsse gelockert werden, forderte Bouffier. Im IT-Bereich müsse man leichter erfahrene Leute aus der Privatwirtschaft verbeamten können. Das gleiche gelte für die Finanzwirtschaft und bei der Polizei, die beispielsweise Wirtschaftsprüfer und Biologen gut gebrauchen könne. Im Schuldienst haben andere Länder bereits konkrete Schritte eingeleitet: In Nordrhein-Westfalen etwa hat Bildungsministerin Ute Schäfer (SPD) vor wenigen Tagen angekündigt, das Einstellungsalter für Lehrer von 35 auf 45 Jahre anzuheben.

Auch für den umgekehrten Weg vom Staatsdienst in die Wirtschaft streben die Minister Erleichterungen an. „Wer gehen will, soll gehen können“, sagte Bouffier. Dem stehe allerdings im Wege, dass Beamte dann ihre Pensionsansprüche verlieren und zu deutlich weniger attraktiven Bedingungen in der Rentenversicherung nachversichert werden. Dem könne durch eine Trennung der Altersversorgungssysteme abgeholfen werden: Beamte sollten ihre Pensionen entsprechend ihrer Dienstzeit erhalten anstatt, wie bisher, unabhängig davon. Umgekehrt würde man durch eine solche Trennung der Systeme Doppelversorgungen bei verbeamteten Leuten aus der Wirtschaft vermeiden.

Seite 1:

Länder wollen Zugang zum Staatsdienst erleichtern

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%