Innerhalb der EU gilt das Gesetz als streng
Streit um neue Regeln für Hedge-Fonds

SPD-Fraktionsvize Joachim Poß hat sich gegen eine schärfere Regulierung von Hedge-Fonds auf nationaler Ebene ausgesprochen. Damit stützte der Finanzexperte der Fraktion Bundesfinanzminister Hans Eichel, der für eine internationale Lösung plädiert.

fmd/HB BERLIN. „Ich halte den Ansatz von Hans Eichel für richtig“, sagte Poß dem Handelsblatt. Das sei schließlich nicht ein Problem, das Deutschland allein betreffe. Dabei sollte nicht nur an die EU, sondern auch an die G7-Staaten gedacht werden. Das Forum für Finanzstabilität, eine Initiative der größten Industriestaaten, hat bislang keine Vorschläge für die Regulierung von Hedge-Fonds gemacht.

Hedge-Fonds sind eine spezielle und hochspekulative Art von Investmentfonds mit sehr unterschiedlichen Strategien und Risikoprofilen, die darauf abzielen, sowohl bei steigenden als auch fallenden Märkten Gewinne zu erzielen. Hedge-Fonds haben wegen ihrer aggressiven Strategie im Vergleich zu anderen Wertpapierfonds ein erheblich höheres Risiko. Eichel hatte am Wochenende unterstrichen, dass er nicht pauschal etwas gegen Hedge-Fonds unternehmen will. Diese seien schließlich ein wichtiges Finanzierungsinstrument. Er wolle jedoch das Risiko minimieren, das von einzelnen schwarzen Schafen unter den Fonds ausgehe, die auf reine Profitmaximierung aus seien.

Dagegen fordern SPD-Linke im Einklang mit dem Wirtschaftspolitiker der Partei, Rainer Wend, einen nationalen Alleingang, wie etwa die Einschränkung von Stimmrechten von Spekulanten. Auch der Hedge-Fonds-Experte der Unionsfraktion, Stefan Müller, hält eine „eigenständige Initiative“ für möglich. „Es fällt doch auf, dass Hedge-Fonds gerade in Deutschland verstärkt aktiv geworden sind“, sagte Müller dem Handelsblatt. Die vermehrten Aktivitäten würden natürlich auch damit zusammenhängen, dass Deutschland über viele unterkapitalisierte Unternehmen verfüge, vermutet der CSU-Abgeordnete. Grüne und FDP lehnten dagegen am Dienstag schärfere Vorschriften in Deutschland ab.

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