Innerparteilicher Druck
Stoiber will Kabinett bis Dezember umbilden

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber will früher als erwartet einen Nachfolger für seinen ausscheidenden Wirtschaftsminister Otto Wiesheu benennen. Bereits Mitte Dezember soll die Personalie geklärt sein.

HB MÜNCHEN. Stoiber erklärte am Dienstag in München, für den 20. und 21. Dezember sei eine zweitägige Klausurtagung der bayerischen Landesregierung geplant, an der auch die Spitze der CSU-Landtagsfraktion teilnehmen solle. Die Klausursitzung solle bereits mit dem neu gestalteten Kabinett stattfinden. Ursprünglich hatte Stoiber die Nachfolge für den ausscheidenden Wirtschaftsminister Wiesheu, der Vorstand bei der Deutschen Bahn werden wird, erst bis zur Klausurtagung der CSU Anfang Januar in Wildbad Kreuth regeln wollen.

In Kreisen der CSU waren Forderungen laut geworden, Stoiber solle den Nachfolger Wiesheus schneller benennen. Einige führende CSU-Vertreter hatten sich auch für eine größere Kabinettsumbildung ausgesprochen. Der Landesvorsitzende der Jungen Union in Bayern, Manfred Weber, tritt beispielsweise für eine Verjüngung des Kabinetts ein.

Stoiber war innerparteilich stark unter Druck geraten, nachdem er überraschend auf einen Ministerposten in der großen Koalition in Berlin verzichtet hatte. Kritiker warfen ihm einen unverständlichen Zickzack-Kurs und eigenmächtige Entscheidungen ohne ausreichende Einbindung der Partei vor. Erst am Montag hatte sich Stoiber auf einem kleinen CSU-Parteitag bei seiner Partei für die Irritationen, die seine Entscheidung ausgelöst hatte, entschuldigt.

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