Insgesamt 2,25 Millionen Menschen betroffen
Zahl der Pflegebedürftigen steigt rapide

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland ist Ende 2007 um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ende vergangenen Jahres waren bundesweit 2,25 Mio. Menschen als pflegebedürftig eingestuft, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Hintergrund ist die Alterung der Bevölkerung.

HB WIESBADEN. Den Angaben zufolge waren Ende 2007 118 000 oder 5,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor pflegebedürftig. Im Vergleich zur ersten Erhebung dieser Art 1999 bedeutet die Zahl sogar einen Anstieg von 11,4 Prozent. Grund für die Entwicklung ist nach Erkenntnis des Statischen Bundesamtes eindeutig die Alterung der Bevölkerung.

Wenn die Menschen immer länger leben, wird auch ein größerer Anteil pflegebedürftig. 83 Prozent der Betroffenen war den Angaben zufolge 65 Jahre und älter, gut ein Drittel (35 Prozent) sogar mindestens 85 Jahre alt. Mit 68 Prozent war die große Mehrheit der Pflegebedürftigen Frauen.

Dass mit zunehmendem Alter das Risiko steigt, pflegebedürftig zu werden, belegt auch die Aufschlüsselung der Statistik. Während im Dezember 2007 bei den 70- bis unter 75-Jährigen jeder Zwanzigste pflegebedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuchs war, wurde für die ab 90-Jährigen die höchste Pflegequote ermittelt: Der Anteil der Pflegebedürftigen an allen Menschen dieser Altersgruppe betrug 62 Prozent.

Mehr als zwei Drittel (68 Prozent oder 1,54 Millionen) aller Pflegebedürftigen in Deutschland wurden zu Hause versorgt. Davon erhielten 1,03 Mio. Betroffene ausschließlich Pflegegeld. Das bedeutet, sie wurden in der Regel zu Hause allein von Angehörigen gepflegt. Weitere 504 000 Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten. Bei ihnen übernahmen die Pflege jedoch zum Teil oder vollständig ambulante Pflegedienste. Mit 709 000 wurde nur ein knappes Drittel der Betroffenen in Pflegeheimen betreut.

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