Insgesamt geht das Angebot wieder leicht zurück
Betriebe suchen vor allem Azubis mit Abitur

Die Betriebe stellen in diesem Jahr weniger Auszubildende ein, doch die Zahl der Bewerber sinkt noch stärker. Gegen den Trend wächst dagegen die Nachfrage nach Abiturienten, die ihre Ausbildung mit einem Hochschulstudium kombinieren.

pt HB BERLIN. Die Betriebe stellen in diesem Jahr weniger Auszubildende ein, doch die Zahl der Bewerber sinkt noch stärker. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) bei 740 Firmen. Gegen den Trend wächst dagegen die Nachfrage nach Abiturienten, die ihre Ausbildung mit einem Hochschulstudium kombinieren. IW-Direktor Michael Hüther sieht darin ein klares Indiz für den wachsenden Bedarf der Wirtschaft an hochqualifizierten Beschäftigten.

Insgesamt sieht er gute Chancen, dass „auch in diesem Jahr alle Bewerber ein Qualifizierungsangebot erhalten“. Er widerspricht damit den Gewerkschaften. Sie hatten kürzlich eine Wiederbelebung des SPD-Projekts einer Ausbildungsumlage gefordert, weil im Mai 185 000 weniger Lehrstellen als Bewerber gemeldet waren. Diese Lehrstellenlücke wird sich nach der Prognose des IW jedoch bis zum September wie im vergangenen Jahr auf 30 000 vermindern. „Wer dann noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, hat gute Chancen, über die Nachvermittlung bis zum Jahresende zumindest in eine Qualifizierungsmaßnahme vermittelt zu werden“, sagte Hüther.

Nach der IW-Umfrage sinkt das betriebliche Ausbildungsangebot um 1,1 Prozent oder 5700 Ausbildungsplätze. Die Zahl der Bewerber wird aber mit 2,2 Prozent oder 11 400 deutlich stärker zurückgehen. Dieser Trend wird von den aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit allerdings noch nicht bestätigt. Denn danach lag die Zahl der Bewerber im Mai zwar um 2500 unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ging aber mit 3100 stärker zurück.

Seite 1:

Betriebe suchen vor allem Azubis mit Abitur

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%