Institut für Weltwirtschaft
Sozialversicherungen trotzen der Krise

Bereits 2013 sollen die Sozialkassen alle deutlich im Plus sein, prognostizieren Kieler Ökonomen. Im Bereich Gesundheit seien besonders hohe Überschüsse zu erwarten, während sie bei der Rentenversicherung zurückgingen.
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Die Sozialkassen gehen mit einem soliden Finanzpolster in den sich abzeichnenden Wirtschaftsabschwung. Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das Handelsblatt (Dienstagsausgabe) zeigen, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) zwar dieses Jahr noch 1,1 Milliarden Euro Kredit vom Bund benötigen wird. Doch bereits 2012 werde die Behörde dieses Darlehen tilgen können, sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss. 2013 steige der Überschuss dann auf 1,3 Milliarden Euro an.

Überdies erwartet das IfW, dass die Rentenbeiträge 2012 und 2013 um je 0,4 Prozentpunkte auf dann 19,1 Prozent sinken werden. Daher schrumpften die Überschüsse der gesetzlichen Rentenversicherungen von 4,9 Milliarden Euro dieses Jahr auf 800 Millionen Euro in 2013 zusammen.

Die gesetzlichen Krankenkassen und der Gesundheitsfonds werden vor allem wegen der Beitragserhöhung zum Jahresbeginn dieses Jahr 8,7 Milliarden Euro mehr einnehmen als sie ausgeben. Da in den beiden folgenden Jahren die Ausgaben schneller als die Einnahmen steigen werden, schrumpfen den Kieler Berechnungen zufolge die Überschüsse zwar. Doch trotzdem dürften sich bis Ende 2013 gut 18 Milliarden Euro Überschuss im Gesundheitsbereich angesammelt haben, so das IfW.

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