Integration gefährdet: Unions-Politiker kritisieren Türkei-Kurs

Integration gefährdet
Unions-Politiker kritisieren Türkei-Kurs

Unionspolitiker haben den Türkei-Kurs ihrer eigenen Parteien kritisiert. Der Türkei dürfe die Option auf einen Beitritt zur EU nicht verweigert werden, forderten sie.

HB BERLIN. Hamburgs Regierungschef Ole von Beust (CDU) hat seine eigene Partei davor gewarnt, einen EU-Beitritt der Türkei grundsätzlich auszuschließen. Die Türkei müsse «selbstverständlich eine Beitrittsoption zur EU haben», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» . Der CDU-Politiker warnte zugleich davor, durch «Panikmache von Völkerwanderungen und dergleichen» Stimmung gegen die Türkei zu schüren. «So etwas taugt wirklich nicht als Wahlkampfmunition und ist für uns kein Thema», sagte Beust.

Auch der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) sagte, Beitrittsverhandlungen sollten nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Der nordrhein-westfälische CDU-Landesvize Oliver Wittke warf der CSU vor, die Integrationspolitik in Deutschland zu gefährden.

«Wer so kategorisch einen EU-Beitritt der Türkei ausschließt wie die CSU es tut, der knallt damit auch den bei uns lebenden Türken die Tür vor den Kopf», sagte der Gelsenkirchener Oberbürgermeister dem Blatt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Willi Zylajew warnte, seine Partei müsse «aufpassen, dass sie in Europa hinterher nicht dumm außen vor steht mit einer gestrigen Meinung, wie einst bei der Ostpolitik».

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