Integration in den Arbeitsmarkt
CDU-Politiker wollen Flüchtlinge stärker fördern

Stimmen aus der Union fordern mehr Mittel für und eine bessere Förderung von Flüchtlingen in Deutschland. Gerade Fachkräfte würden der deutschen Wirtschaft durch mangelnde Unterstützung entgehen.
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BerlinDer Arbeitnehmerflügel der Union fordert von der Bundesagentur für Arbeit (BA) und den Ländern mehr Anstrengungen, um mehr Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. In einem am Donnerstag von den CDU-Politikern Peter Weiß und Jutta Eckenbach vorgestellten Papier wird etwa eine Aufstockung der Mittel für Sprachkurse gefordert.

Dies sei schon deshalb nötig, weil die Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds für diesen Zweck seit 2014 zurückgegangen sei - obwohl die Zahl der Flüchtlinge, die Deutschkurse benötigten, ständig stark steige. Man dürfe die Kommunen bei dem Thema nicht alleine lassen.

Außerdem sollten die BA und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bundesweit systematisch prüfen, welche Flüchtlinge als Fachkräfte tätig werden könnten. Die bisherigen neun Modellversuche seien sehr erfolgreich, reichten aber nicht aus, sagte Weiß. Seine Kollegin Eckenbach sprach davon, dass seit Oktober 8000 Personen identifiziert worden seien, von denen aber nur 200 einen Sprachkurs hätten absolvieren können.

Um den Fachkräftebedarf zu decken, müsse auch mehr für die Qualifizierung anderer Arbeitnehmer getan werden. „Die aktuelle Zuwanderungsdebatte darf uns nicht von der Notwendigkeit ablenken, das inländische Fachkräftepotenzial in Deutschland besser zu aktivieren“, heißt es in dem Papier.

So würden von einem BA-Programm namens WeGebAU mit 280 Millionen Euro jährlich nur rund 50 Prozent genutzt. Das Programm können Firmen nutzen, Angelernte zu Fachkräften ausbilden zu lassen. Weiß forderte auch, verstärkt für flexible Beschäftigungsmöglichkeiten für Behinderte und Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Problemen zu sorgen.

Firmen und Politik müssten zudem stärker untersuchen, warum immer mehr Menschen eine Erwerbsminderungsrente aus psychischen Gründen beantragten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wenn die Industrie Ausländer will, hat sie gefälligst Deutschkurse selbst zu zahlen

  • Konsequent und zügig abschieben, sonst droht hier ein Inferno.

    Weit unter einem Prozent der Flüchtilinge sind als politisch Verfolgte anzuerkennen.

    Und vor allem: sozialistische Poilitker wie diese "Arbeitnehmerflügel" abwählen.

  • Ob Deutschland Ausländer braucht ist mir unklar. Unter einer ethnischen Gruppe in Berlin-Mitte sind z.B.10 x soviel Pflegefälle wie im Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. Der medizinische Dienst und das Pflegepersonal gehören zur gleichen ethnischen Gruppe. Kosten für die berliner Sozialindustrie 30 Mio/Jahr. Nun beleuchte ich nur ein einziges lokales (?) Problemchen in Deutschlands größtem Industriezweig, der Sozialindustrie.Welche anderen Industriezweige brauchen noch ausländische Fachkräfte? Und wo sollen die unterkommen. Es wäre gut, wenn Politiker diese aufnehmen würden, so zu sagen mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn die von der Familienpolitik seit Dekaden praktizierte Bevölkerungsentwicklung so gewollt ist, - muß das die Wirtschaft eben akzeptieren. Und nicht durch importierte Arbeitssklaven versuchen zu unterwandern. Auch die USA haben mit importierten Fremdarbeitern speziellle Probleme bekommen.

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