Integration
Schwarz-Rot will Deutschkurse im Kindergarten

Kurz vor dem Integrationsgipfel im Kanzleramt wartet das Bundeskabinett mit neuen Plänen zur besseren Eingliederung von ausländischen Kindern auf. Einem Medienbericht zufolge setzt das Konzept im Kindergarten an.

HB BERLIN. Ausländerkinder sollen die deutsche Sprache bereits im Kindergarten erlernen. Eine entsprechende Erklärung zur Integration mit dem Titel „Gutes Zusammenleben - klare Regeln“ will das Bundeskabinett nach einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ am Mittwoch beschließen. Das Thema sei besonders wichtig, da in Deutschland rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben. Derzeit bestünden „bei der zweiten und dritten Generation deutliche Integrationsdefizite“.

Gefordert werde von Zuwanderern die Bereitschaft, das „Grundgesetz und die gesamte Rechtsordnung vorbehaltlos zu akzeptieren“, schreibt das Blatt. Zudem müssten sie durch das Erlernen der deutschen Sprache ein „sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zu Deutschland“ setzen.

Auf Seiten der Aufnahmegesellschaft seien Akzeptanz, Toleranz, zivilgesellschaftliches Engagement und die Bereitschaft nötig, Menschen ehrlich willkommen zu heißen, die rechtmäßig in Deutschland lebten. „Es gilt, ein gemeinsames Verständnis von Integration zu entwickeln, das wechselseitige Pflichten und Rechte begründet: für Migranten wie für die heimische Bevölkerung“, zitiert die Zeitung aus dem Papier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für Freitag zum Integrationsgipfel ins Kanzleramt geladen. Erwartet werden rund 70 Vertreter von Ausländer- und Religionsverbänden, der Wirtschaft sowie der Länder und Kommunen. Politiker und Verbände warnen vor einer Show-Veranstaltung

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