Integration „Sichtbarer Migrationshintergrund“ löst häufiger Diskriminierung aus

Zuwanderer mit „mit sichtbarem Migrationshintergrund“ fühlen sich häufiger wegen ihres Aussehens diskriminiert. Dies ging nun aus einer aktuellen Studie hervor. Auch die Religionszugehörigkeit spielt eine tragende Rolle.
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Menschen aus der Gruppe der „phänotypisch Differenten“ dich zusätzlich mit Akzent Deutsch sprechen erleben am häufigsten Diskriminierung. Quelle: dpa
Diskriminierungserfahrungen und phänotypische Differenz in Deutschland

Menschen aus der Gruppe der „phänotypisch Differenten“ dich zusätzlich mit Akzent Deutsch sprechen erleben am häufigsten Diskriminierung.

(Foto: dpa)

Berlin Wer sich durch seine Hautfarbe, ein Kopftuch oder andere äußerliche Merkmale von der Mehrheitsbevölkerung abhebt, erlebt weitaus häufiger Diskriminierung als andere Menschen mit Migrationsgeschichte. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Untersuchung des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hervor.

Von den Zugewanderten, die ihr eigenes Aussehen in der Befragung als „typisch deutsch“ beschrieben, gaben rund 17 Prozent an, sie fühlten sich aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt. Von den Studienteilnehmern „mit sichtbarem Migrationshintergrund“ berichteten dagegen 48 Prozent von Diskriminierungserfahrungen. Wenn Menschen aus der Gruppe der „phänotypisch Differenten“ zusätzlich mit Akzent Deutsch sprachen, stieg dieser Wert sogar auf 59 Prozent an.

Einen großen Effekt hat aber auch die Religionszugehörigkeit von Menschen mit ausländischen Wurzeln. Den Angaben zufolge fühlen sich 55 Prozent der zugewanderten Muslime diskriminiert. Unter den Christen mit Migrationshintergrund sind es 29 Prozent, unter den Zuwanderern ohne Glaubenszugehörigkeit 32 Prozent. Die Studie trägt den Titel: „Wo kommen Sie eigentlich ursprünglich her? Diskriminierungserfahrungen und phänotypische Differenz in Deutschland“.

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2 Kommentare zu "Integration: „Sichtbarer Migrationshintergrund“ löst häufiger Diskriminierung aus"

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  • "If you are in Rome,
    do like the Romans do!"

    (Englisches Sprichwort)

  • Persönlich erlebe ich wenn ich in Deutschland bin eine wesentlich stärkere Abgrenzung der Urbevölkerung von den Zugewanderten als in der Schweiz.

    Der Grund liegt darin, dass die Zuwanderung/Umvolkung in Deutschland von der Regierung und den "Eliten" getragen wird, jedoch vom Rest der Bevölkerung abgelehnt wird.

    Ein anderer Grund liegt in der praktischen Erfahrung der Menschen mit den Zuwanderern die meist andere Gepflogenheiten haben. Das kann dann problematisch sein.

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