Integrationsdebatte
Grünen-Chef Özdemir nennt Seehofer "Rechtspopulisten"

Die Integrationsdebatte geht vor dem Türkei-Besuch von Christian Wulff ungebremst weiter: Grünen-Chef Cem Özdemir hat den deutschen Bundespräsidenten aufgefordert, sich bei seinem Staatsbesuch von „Rechtspopulisten“ wie CSU-Chef Horst Seehofer zu distanzieren. Auch von Seiten der SPD hält die Schelte für Seehofer an.
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HB HAMBURG. Grünen-Chef Cem Özdemir sagte dem „Hamburger Abendblatt“: „Christian Wulff hat für sein Bekenntnis zur Einbürgerung von Menschen mit muslimischem Hintergrund zu Recht viel Anerkennung in der Türkei erfahren.“ Auch die aktuellen Äußerungen des türkischen Präsidenten Abdullah Gül und des türkischen Europaministers Egemen Bagis seien gute Beiträge für einen konstruktiven deutsch-türkischen Dialog zur Integration gewesen.

Der Bundespräsident habe nun die Gelegenheit, diesen Dialog zu vertiefen, betonte Özdemir. „Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass Christian Wulff deutlich macht: Die Integrationsdebatte in Deutschland wird nicht von den Rechtspopulisten Seehofer und (Thilo) Sarrazin dominiert, sondern von einem parteiübergreifenden Interesse an einer rationalen Debatte um die beste Integrationspolitik.“

Der integrationspolitische Sprecher der SPD, Rüdiger Veit, sagte der Zeitung: „Angesichts der unverständlichen Äußerungen von Horst Seehofer sollte Wulff den Türken sagen, dass sie hier in Deutschland willkommen sind.“ Die derzeitige Integrationsdebatte werde nicht auf Basis von Fakten geführt, kritisierte Veit: „Eine Panik vor einem Zuviel an Zuwanderung ist unangebracht, wenn man sieht, dass die Zahl der Türken, die von Deutschland in ihre türkische Heimat zurückgegangen ist, im letzten Jahr um 9000 Personen höher lag als die Zahl der Türken, die nach Deutschland gekommen sind.“

Kommentare zu " Integrationsdebatte: Grünen-Chef Özdemir nennt Seehofer "Rechtspopulisten""

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  • An der Person Özdemirs lässt sich die Doppelbödigkeit der islamischen immigration sehr schön erläutern. Der Knabe ist Alewit. Fast alle hier lebenden Alewiten und Kurden sind im Namen des Türkentums vertrieben worden. Über 40.000 Kurden wurden von den Todesschwadronen der türkischen Armee ermordet, über 4.200 Dörfer zerstört, um die Rückkehr der "Gastarbeiter" aus D'land zu verhindern. bei den Alewiten sieht es ähnlich aus. Özdemir befürwortet radikal den beitritt seiner Türkei. Seine politische Laufbahn ist ein echter "Türke". Er erhielt Geld von dem gleichen Lobbyisten wie Scharping. Letztgenannten hat die Partei sofort aus dem Verkehr gezogen. Özdemir dagegen machte eine kurze Auszeit und wurde dann in Straßburg mit einem Parlamentssitz versorgt. Heute ist er Grünen-Chef und schmäht diejenigen die seiner Türkei ihre kulturelle Andersartigkeit bestätigen.

  • Die Nazikeule ist seit Sarrazin längst abgedroschen! Herr Özdemir soll lieber schauen, dass er seine Landsleute sozialisiert!

  • Die Türkei ist nur in
    ihrer Verfassung laizistisch,tatsächlich ist es ein islamischer Staat der nach dem Gesetzen der Scharia lebt.Und das ist in Europa nicht integrierbar !!!

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