Integrationspolitik
Cohn-Bendit fordert deutlich sichtbare Moscheen

Im Streit um den geplanten Neubau einer Moschee in Frankfurt hat sich der Fraktionschef der Grünen im Europaparlament, Daniel Cohn-Bendit, für deutlich sichtbare Moscheen ausgesprochen.

HB FRANKFURT/MAIN. Die geplante Moschee im Stadtteil Hausen werde „auf jeden Fall gebaut“, sagte der frühere Frankfurter Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten am Montag bei einer Diskussionsveranstaltung. „Mir ist es lieber, es gibt Moscheen, wo man hören kann, was die sagen“, sagte Cohn-Bendit und sprach sich damit gegen Moscheen auf Hinterhöfen aus.

Der von einer Bürgerinitiative in Hausen stark bekämpfte Moscheebau - ein Haus mit Minarett und einem angrenzenden Wohn- und Geschäftshaus - werde ein Zeichen für eine andere Stadtgesellschaft sein. Die Integration von Menschen aus anderen Ländern sei nicht gescheitert. „Dann müsste jeder wieder nach Hause gehen“, so der Grünen-Politiker. Cohn-Bendit wies auf die Vielfalt der Religionen in Deutschland hin. Deshalb müssten die Menschen „endlich aufhören, eine Religion für besser zu halten als die andere“.

In Frankfurt-Hausen plant ein Moschee-Verein den Bau des Gotteshauses für rund drei Millionen Euro. Zehn Prozent davon werden aus Spenden finanziert. Für 2,8 Millionen Euro gebe es einen Kredit einer deutschen Bank, für den sechs Mitglieder des Vereins bürgten, der aus einer türkischstämmigen und einer pakistanischstämmigen Gemeinde besteht, sagte der Generalsekretär des Moscheenvereins Ünal Kaymakci.

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