Interbankenhandel DIW setzt bei Interbankenhandel auf Rettungsschirm

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Das Bundesfinanzministerium hat allerdings keine Eile, den Rettungsschirm nachzubessern. „Der SoFFin funktioniert gut“, sagte ein Sprecher. Es brauche noch mehr Zeit, bis das Vertrauen im Interbankenhandel zurückkomme. Der Kontrollausschuss steht ebenfalls nicht hinter Rupprecht. Der Brief des Vorsitzenden sei nicht abgestimmt, sagte das SPD-Mitglied Carsten Schneider. Für eine Bewertung sei es zu früh. Der Grünen-Abgeordnete Alexander Bonde sagte, der Rettungsschirm müsse grundlegend überarbeitet werden, Änderungen wie Rupprecht sie wolle, reichten nicht aus.

Bisher hat der Fonds 150 Anfragen bekommen. Von 17 Anträgen seien zwei wieder zurückgezogen worden, sagte der Sprecher des SoFFin-Leitungsausschusses, Günter Merl, der „Börsen-Zeitung“. Ende Januar dürften sich die Hilfen auf 220 Mrd. Euro summieren - 20 Mrd. für Kapitalspritzen, der Rest für Garantien, sagte er dem „Handelsblatt“. Es werde drei bis fünf größere Fälle in nächster Zeit geben. Die HRE zapfte den SoFFin erneut an. Neben Kreditgarantien über 30 Mrd. kann sie auf andere Kreditlinien von 50 Mrd. Euro zurückgreifen, die ihr andere Banken und der Staat zum Überleben gewährt haben.

Auch in der Branche wurden Rufe nach Änderungen an dem Rettungspaket laut. Mit Garantien und Kapitalhilfen könnten Engpässe in der Kreditversorgung nicht verhindert werden, sagte der persönlich haftende Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim, Dieter Pfundt. Notwendig sei eine „Bad Bank', über die sich Geldhäuser von toxischen Wertpapieren befreien könnten. Die Banken allein könnten den Kreditkreislauf nicht in dem Maß wieder in Gang bringen, wie es nötig wäre. Von den öffentlichen Banken waren bereits Forderungen gekommen, alle Institute unter den 480-Milliarden-Euro-Rettungsschirm des Bundes zu zwingen.

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