Interesse an Spitzenposten beim VdK
Seehofer vor Ausstieg aus der Politik

CSU-Vize Horst Seehofer kann sich vorstellen, aus der aktiven Politik auszusteigen und einen Spitzenposten im Sozialverband VdK zu übernehmen. Für die zweite Januarhälfte sei ein Gesprächstermin mit dem bayerischen Landesverband des VdK vereinbart, sagte der in der Union umstrittene CSU-Sozialexperte der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstag).

HB BERLIN. Danach werde er „sehr kurzfristig“ über den Wechsel entscheiden. „Es wird keine lange Hängepartie geben“, sagte Seehofer. Dies sei einer Großorganisation wie dem VdK nicht zuzumuten.

Geht es nach dem VdK, soll der frühere Bundesgesundheitsminister zunächst das Amt des bayerischen Landeschefs übernehmen. Danach soll er erster Vorsitzender eines mit dem Sozialverband Deutschland (SoVD) fusionierten Großverbandes werden. Dazu sagte Seehofer lediglich: „Das steht jetzt nicht an.“ Er begrüßte aber die Pläne der bislang konkurrierenden Sozialverbände VdK und SoVD für eine Fusion. „Es ist nicht verkehrt, wenn man die Schlagkraft erhöht.“

Auch beim Sozialverband weist man Spekulationen um Seehofer als möglichen Chef eines fusionierten Sozialverbands zurück. Das sei „Kaffeesatzleserei“, sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer der „Welt“. Die Frage stelle sich jetzt auch gar nicht. Zunächst würden im Frühjahr die Gespräche mit dem VdK beginnen, die über ein mögliches Zusammengehen entscheiden sollen.

Der 55-jährige CSU-Politiker hatte jüngst nach dem Streit um den Gesundheitskompromiss von CDU und CSU sein Amt als Vizechef der Unions-Fraktion niedergelegt.

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