Internationale Regeln gefordert
Merkel will Finanzmärkte lückenlos überwachen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert eine weltweit lückenlose Überwachung der internationalen Finanzmärkte. Als Konsequenz aus der Finanzkrise dürfe es weltweit künftig keine „weißen Flecken“ mehr geben, sagte sie am Samstag in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. Sowohl Finanzmarktprodukte als auch Markteilnehmer müssten kontrolliert werden.

HB BERLIN. Nach Merkels Worten arbeitet die G20-Gruppe der wichtigsten Wirtschaftsnationen „mit Hochdruck“ an der Umsetzung des im vergangenen November vereinbarten Aktionsplans. Beim nächsten Treffen am 2. April in London werde man „einen guten Schritt“ dabei vorwärts gehen. Für diesen Sonntag hat Merkel die EU-Mitglieder der G20-Länder zu einem Vorbereitungstreffen nach Berlin eingeladen. „Wir werden am Sonntag vorbereitende Maßnahmen treffen, um in London geeint und anspruchsvoll aufzutreten“, kündigte die Regierungschefin an.

Das am Freitag auch vom Bundesrat gebilligte Konjunkturpaket II sei die deutsche Antwort auf die durch die Finanzkrise hervorgerufene schwierige Wirtschaftslage. Gleichzeitig arbeite man daran, dass sich eine solche Krise nicht wiederhole.

Laut Merkel ist die Bundesregierung für das Treffen am Sonntag „sehr gut vorbereitet“. Die Expertengruppe unter Leitung des früheren Chefvolkswirts der Bundesbank, Otmar Issing, habe interessante Vorschläge gemacht. Dazu gehöre auch ein Risikoatlas, um im Voraus zu erkennen, wo bei größere Gefahren rechtzeitig gegengesteuert werden müsse.

Ferner strebe die Bundesregierung eine stärkere Regulierung von Hedgefonds und eine verbesserte Arbeit der Rating-Agenturen an. Auch für ihren Vorschlag einer Charta des gemeinsamen nachhaltigen Wirtschaftens habe sie breite Unterstützung erhalten, sagte Merkel.

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