Internationalisierung: Weltweite Kooperation in der Bildung

Internationalisierung
Weltweite Kooperation in der Bildung

Mehr internationales Engagement für Bildung und Forschung – das möchte die Bunderegierung. Und verabschiedet prompt ein Strategiepapier. Deutschland sei darauf angewiesen, in weltweite Wissensflüsse integriert zu sein.
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BerlinDie Bundesregierung will internationalen Austausch und globale Kooperation in der Bildungs- und Forschungspolitik weiter vorantreiben. Ein entsprechendes Strategiepapier, das einen ersten Impuls aus dem Jahr 2008 weiterentwickelt, verabschiedete das Kabinett am Mittwoch in Berlin.

Nach der von Forschungsministerin Johanna Wanka am Mittwoch vorgestellten Strategie soll die Zahl ausländischer Studenten an deutschen Hochschulen von 320.000 (2015) auf 350.000 im Jahr 2020 steigen. Umgekehrt soll in Zukunft jeder zweite deutsche Hochschulabsolvent Auslandserfahrungen vorweisen können. Jeder dritte soll demnach mindestens drei Monate in ausländischen Einrichtungen studiert haben. „Wissenschaftliche Exzellenz lebt vom Austausch und vom Wettbewerb der weltweit Besten“, heißt es in dem Papier.

Die „Internationalisierungsstrategie“ der Regierung verweist außerdem darauf, dass die öffentlichen Bildungsausgaben in Deutschland von 2008 bis 2015 um ein Drittel auf fast 124 Milliarden Euro gestiegen seien. In dieser Legislaturperiode habe der Bund zusätzlich neun Milliarden Euro für Bildung und Forschung bereitgestellt. „Diese Investitionen ermöglichen es Deutschland, auch im globalen Wettbewerb unter den führenden Nationen zu bleiben“, heißt es in dem 110-seitigen Bericht.

Nach dem Konzept soll die internationale Vernetzung von Forschung und Bildung weiter vorangetrieben werden. Dazu gehört eine Vielzahl von Forschungsprojekten, oft auf europäischer Ebene. Ein Beispiel dafür ist der Röntgenlaser European X-Ray Free-Electron Laser, der in diesem Jahr in Hamburg in Betrieb gehen soll. Dadurch sollen etwa Zeitlupenaufnahmen von chemischen Reaktionen möglich werden, die dann Aufschlüsse über das Zusammenwirken von Atomen und Molekülen geben sollen.

Einen Schwerpunkt in dem Konzept nimmt Asien und besonders China ein. Bereits jetzt gibt es rund 1.100 Hochschulkooperationen zwischen der Volksrepublik und Deutschland. China gab 2013 rund 336 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung aus, in Deutschland waren es 101 Milliarden

Nach Angaben des Ministerium entstehen mehr als 90 Prozent des globalen Wissens außerhalb Deutschlands. „Für Deutschland ist es als Hightech-Standort zentral, in weltweite Wissensflüsse und Wertschöpfungsketten integriert zu sein.“ Zwischen 2009 und 2015 hätten sich die Zuschüsse des Bundesforschungsministeriums für international vernetzte Vorhaben daher mehr als verdoppelt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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