Interne Querelen
AfD sinkt in der Wählergunst

Seit September hat die AfD im Umfragen stark abgebaut: Die Zustimmung der Wähler sank von neun auf sechs Prozent – einen Prozentpunkt verlor die Partei allein in dieser Woche. Leichte Zugewinne gibt es für SPD und Linke.
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BerlinInmitten interner Führungskämpfe sinkt die Alternative für Deutschland (AfD) in der Wählergunst. In dem am Mittwoch veröffentlichten „Stern“-RTL-Wahltrend verlor die Anti-Euro-Partei diese Woche einen Prozentpunkt auf sechs Prozent. Im September hatte die AfD noch bei rund neun Prozent gelegen.

Die Mitglieder des Bundesvorstandes der AfD hatten eine öffentliche Debatte über die dominierende Rolle von Bernd Lucke in der Partei geführt. Lucke leitet die 2013 gegründete Partei gemeinsam mit Frauke Petry und Konrad Adam. Er will, dass die Mitglieder beim nächsten Parteitag beschließen, dass es künftig nur noch einen Parteivorsitzenden geben soll.

Dagegen machen Parteikollegen mobil, unter anderem Alexander Gauland, der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag. Unterstützung erhielt Lucke von Partei-Vize Hans-Olaf Henkel. Er sagte dem Sender N24: „Wenn wir drei Bundestrainer für die Nationalmannschaft hätten, dann wären wir auch nicht Weltmeister geworden.“

Die SPD konnte sich in der neuen Umfrage um einen Punkt auf 23 Prozent verbessern, die Linke legte ebenfalls einen Punkt zu und erreichte zehn Prozent. Die Union blieb unverändert bei 42 Prozent, die Grünen erreichten wie in der Vorwoche zehn Prozent. Die FDP kam nur noch auf zwei Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen betrug 29 Prozent. Das Forsa-Institut befragte für die Erhebung in der vergangenen Woche 2501 Bundesbürger.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Richtig. Europa wird unkontrolliert zugestopft mit "Einreisenden" aus Afrika und Naher Osten.

    Das politische Ziel ist Chaos, Überfremdung und Verlust der Identität der Menschen und Völker in Europa.

    Eine Lemming-Welt Europa, die abhängig ist von der Welt-Geld Ideologie. Sie soll den EU-Zentralstaat möglich machen. Nationen sollen abgeschafft werden.

    Das ist Merkels und Junckers Ziel.

  • Anmerkungen zur Umfrage


    1. Der Auftraggeber der Umfrage ist der AFD alles andere als wohl-gesonnen.

    2. Falls die Umfragergebnisse aussagekräftig sind, was bezweifelt werden darf, so zeigen sie nur, dass wenn (vermeintlich) konservative Medien gegen die AfD wettern, am Ende nur die linken Parteien profitieren.

  • @Walter Trautsein


    Wenn sich diese Demos gegen die aktuelle Asyklpolitik richten, dann sollte jeder Europäer, nicht nur jede Deutsche sondern jeder hier im Land lebende Europäer, der Zeit und Möglichkeiten hat, sich an dieser Demo beteiligen.

    Die gegenwärtige Asylpolitik und ihre Folgen sind nichts anderes als ein Angriff gegen die gesamte europäische, christlich-geprägte Bevölkerung dieses Landes – egal ob autochthoner Deutscher, Spätaussiedler, oder europäischer Zuwanderer.

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