Internet-Gipfel Merkel will die digitale Wirtschaft stärken

Die Kanzlerin sorgt sich um die digitale Wirtschaft Deutschlands. Denn die könnte bei den Branchenriesen wie Google oder Apple untergehen. Bei einem vertraulichen Internet-Gipfel sollen die Bedingungen verbessert werden.
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Kanzlerin Merkel will der digitale Wirtschaft weiterhelfen. Quelle: dapd

Kanzlerin Merkel will der digitale Wirtschaft weiterhelfen.

(Foto: dapd)

DüsseldorfStahl und Eisen, Autos und Maschinenbau sind die Beimischung für den erfolgreichen deutschen Weg durch die Euro- und Finanzkrise. Der Dax symbolisiert mit seiner Zusammensetzung die klassische Industriestärke Deutschlands. Viele seiner Unternehmen sind 100 Jahre und älter. Doch eine deutsche Version von Amazon, Google, Youtube, Facebook oder Apple sucht man vergebens. Lediglich das Softwareunternehmen SAP hat es als eine der wenigen Neugründungen geschafft, zu einer IT-Firma von Weltgeltung zu werden.

Diese Schieflage und die Dominanz Amerikas und Asiens in der Internet- und IT-Branche wird in der Bundesregierung mit wachsender Sorge gesehen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will jetzt mit einer industriepolitischen Initiative gegensteuern. Durch Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen soll Deutschland nicht nur in traditionellen Industrien, sondern auch in der New Economy wachsen.

Dazu versammelt Merkel am kommenden Montag acht Unternehmer und Investoren sowie weitere E-Business-Experten zu einer vertraulichen Diskussion im Kanzleramt. Dort sollen Schwächen in der bisherigen Branchenentwicklung erörtert und diskutiert werden, wo und wie die Politik helfen kann, um Deutschland auch im IT- und Internet-Bereich wieder wettbewerbsfähig zu machen.

Auf die Idee ist Merkel durch einen Vortrag des ehemaligen Gründers der Internetplattform Xing und heutigen Investors (HackFwd), Lars Hinrichs, gekommen: Anfang des Jahres hatte er bei einer Präsidiumsklausur der CDU ein kritisches Bild zur Lage der Branche gezeichnet. Seitdem treibt Merkel die Frage um, warum es in Deutschland keine Schwergewichte in der digitalen Ökonomie gibt.

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38 Kommentare zu "Internet-Gipfel: Merkel schart Deutschlands IT-Elite um sich"

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  • das geht aber eher so, dass man dafür sorgt, dass genug cash umläuft, die leute verdienen das, haben es über, können ihre kinder vernünftig zur schule und zum spielen schicken und sich ausserdem noch eine doppelgarage leisten. in der leerstehenden garagenhälfte können die kinder dann, weil geld und zeit über ist, rumbasteln, pc's auseinandernehmen und mit dem programmieren anfangen. wenn sie dann eine tolle idee haben, müssten sie leicht leute finden, die ein paar millionen oder milliarden über haben. das hängt wieder davon ab, dass die wirtschaft insgesamt läuft. also deregulierung, steuersenkung, haushaltsüberschüsse, schuldenbabbau und private geldpolitik. schwupp gibt es internet in europa.

  • ...und ich dachte immer, "Pecunia non olet" :-)

  • PS: " Forza-Euro" bedeuted auf schwäbisch genau das was man darauf tun sollte

  • Denke anders werden ?????
    Merkel hat doch soeben Denkverbot erteilt - ww.deutschemittelstandsnachrichten.de ,
    offensichtlich auch für sich selbst .... oder sie hat Alzheimer ...

  • ... hatte OTTO mit quelle.de aber auch, scheint nur nicht zu funktionieren, jedenfalls hört man nichts mehr.

  • die Kanzlerin, die Kanzlerin,die Kanzelrin, die Kanzlerin ....... .... erinnert mich irgendiwe an "Krieg der Sterne " ..der Kanzler .... und was macht die Rest-CDU ? Kuscht vor Mutti ...wau wau ?

  • open4innovations2012
    Autor it-ministerium 31.05.12 - 13:17

    Klingt wie mein Beitrag unter XING und der Zusammenfassung unter:

    http://RechtaufChancengleichheit.die-digitale-stadt.de

    Manifestiert mit einer nonformalen Eingabe vom 4. April 2012 an das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) - Referat Technologiepolitik (siehe PDF Datei dort Seite 9/15, erster Satz des Abschnitts unter "03 Fazit - vorläufig"). Die Eingabe zum Wettbewerb erfolgte mit Sonderanträgen. Bisher gibt es darauf keine Antwort.

    Die Erlebnisse wurden absichtlich ab Beispiel eines deutschen 500Mio Großprojekt- Wettbewerb (Abgabe 16. Januar 2012) mittels dieser Eingabe dokumentiert.

    Geschehnisse im Großprojekt dürften hinreichend zur Beurteilung der Lage der Nation - nebst ableitbarer Handlungsempfehlungen - auf besondere Weise geeignet sein und selbst wissenschaftlichen Betrachtungen, ...d.h. ohne Polemik standhalten.

    Ende Bericht aus dem virtuellen IT-Ministerium
    Mario Lehmann
    RED_i_POINT


    Quelle: http://www.die-digitale-stadt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=98

  • !Beim Verweis auf amazon frage ich mich, warum ein Milliarden-schwerer Konzern wie OTTO es nicht fertig bringt, amazon Paroli zu bieten.!

    Weil Otto alles selber macht und Amazon zum Großteil machen lässt. Amazon wird erst durch die vielen kleinen Anbieter die die Drecksarbeit machen zu dem was es ist. Auch Zalando hat erkannt dass der Hase so läuft und sucht jetzt Händler die auf Zalando ihre Ware verkaufen; mit fetter Provision für Zalando. Amazon kassiert ja auch ca.15%; ebay durchschnittlich 10-12%. Das ist leicht verdientes Geld: Ich stell die Plattform und die Arbeit und die Verantwortung übernehmen andere....

    Auch ne Geschäftsidee

  • Beim Verweis auf amazon frage ich mich, warum ein Milliarden-schwerer Konzern wie OTTO es nicht fertig bringt, amazon Paroli zu bieten. Infrastruktur, Know-How, Rechtsanwälte, Steuerberater, Geld ... alles im Überfluss vorhanden. Würde mich wundern, wenn die nur auf eine Initiative der Bundesregierung warten, um richtig loszulegen.

  • Stimmt. Und dann hat Schröder auf Betreiben von Bitkom die Greencard eingeführt. Weil man ja in Deutschland keine IT-Fachkräfte findet ( jedenfalls nicht zu den Preisen, die der Arbeitgeberverband Bitkom gerne hätte).
    Die 84000 Euro Jahresgehalt, ab der man sich einen Inder oder Pakistaner ins Land holen könnte, wirkten und wirken hoch, sinken aber danke Inflation von Jahr zu Jahr. Jetzt wurden sie von der aktuellen Bundesregierung auf 33000 Euro gesenkt und auf andere Fachkräfte ausgedehnt. Danke schön.

    Wer sich mal in den Open-Source-Communities so umschaut, bekommt den Eindruck, die Deutschen sind gar nicht so schlecht repräsentiert, so unfähig scheinen deutsche Informatiker nicht zu sein. Nur mit dem Geld verdienen haperts halt...
    In Deutschland ist man besser Arzt, Jurist, Steuerberater oder so als ein IT-Startup zu gründen.

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