Interview im Stern:
Steinbrück plant schon große Koalition

Die SPD-Wunschkoalition Rot-Grün wird mit jedem Tag unwahrscheinlicher. Und so wagen sich einige Hoffnungsträger der Genossen wie der frühere NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück, aber auch der rheinland-pfälzische Landeschef Kurt Beck mit anderen Vorstellungen nach vorne, wie ihre Partei an der Macht bleiben kann - und positionieren sich damit schon einmal für mögliche zukünftige Aufgaben.

HB BERLIN. Der frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück hat in einem Interview bereits ein Programm für eine große Koalition skizziert. Steinbrück sagte laut in einem Interview "Stern.de": "In einigen zentralen Fragen braucht eine Gesellschaft wie die Bundesrepublik Deutschland eine Kooperation über Parteigrenzen hinaus." Dies betreffe die Altersvorsorge, die Pflegeversicherung, das Gesundheitssystem und den Föderalismus. Auch eine Reform des Steuersystems könne dazugehören. "Mein Eindruck ist, dass die Menschen Lösungen haben wollen - und nicht parteipolitische Rituale, mit denen man sich nur voneinander abgegrenzt", sagte der SPD-Politiker.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) wollte am Dienstag weder eine große Koalition noch ein Bündnis mit der FDP für eine Ampelkoalition ausschließen. Niemand habe das Recht einfach zu sagen: "Lieber Wähler, wenn du eine bestimmte Koalition wählst, dann spielen wir nicht mit", sagte Beck im Südwestrundfunk.

Beck bezeichnete die Äußerungen von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle, die Bündnisse mit der SPD abgelehnt hatten, als eine Verhöhnung der Wähler. Der Kanzler hatte am Montagabend in der ARD-Fernsehdiskussion andererseits die Fortsetzung der rot-grünen Koalition als Wahlziel genannt. Schröder hatte die Situation mit der Lage vor der Bundestagswahl 2002 verglichen, wo Wochen vorher niemand mit der Fortsetzung der rot- grünen Koalition gerechnet habe. Er sei sehr optimistisch, dass die SPD wieder die Nase vorn haben werde.

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