Interview mit Jürgen Trittin
„Eine schwierige Situation"

Jürgen Trittin ist zuversichtlich, den Streit mit Wirtschaftsminister Wolfgang Clement um den Emissionshandel zügig beilegen zu können, sagte der Bundesumweltminister im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Herr Trittin, Eine Einigung im Emissionsstreit schien nahe. Hat Wirtschaftsminister Wolfgang Clement denn nun einen bereits fertigen Kompromiss vom Tisch gewischt oder nicht?

Richtig ist, dass unsere Ressortabstimmung noch nicht abgeschlossen ist. Ich hoffe, dass wir noch offene Fragen in den nächsten Tagen klären können.

Der Streit zwischen Ihnen und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement erinnert an einen Show-down. Warum ist die Situation so verfahren?

Im ganzen Prozess hat es weder von Wolfgang Clement noch von mir kritische Anmerkungen über die jeweils andere Seite gegeben. Das halte ich auch weiterhin so. Die Situation ist schwierig, weil wir es mit grundverschiedenen Positionen zu tun haben. Nicht wir beide, sondern zwischen den einzelnen Branchen und Unternehmen der Wirtschaft.

Das heißt, Schuld sind in ihren Augen die Unternehmen?

Mein Eindruck aus den monatelangen Gesprächen ist, dass das größte Problem für viele gar nicht so sehr ist, dass sie selber zu wenig Emissionsrechte kriegen. Die Sorge ist vielmehr, dass ein Wettbewerber möglicherweise mehr bekommt als man selbst. Das Problem des Wirtschaftsministers ist, und das verstehe ich, dass er noch mehr als der Umweltminister darauf achten muss, dass er die Gesamtheit der Unternehmen und Branchen im Blick hat.

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