Interview mit Volker Kauder
Kauder: „Steuerreform kommt pünktlich“

„Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir in der Familienpolitik erreicht haben“, freut sich Unions-Fraktionscef Volker Kauder. Im Gespräch mit dem Handelsblatt sprach er außerdem über Elterngeld, „Reichensteuer“ und der Unterscheidbarkeit von CDU und SPD.

Handelsblatt: Herr Kauder, kann sich die Union von Herzen freuen über die Ergebnisse des Koalitionsausschusses?

Kauder: Die Ergebnisse des Koalitionsausschusses entsprechen voll und ganz unseren Erwartungen. Wir sind zum Beispiel sehr zufrieden mit dem, was wir in der Familienpolitik erreicht haben. Das Ergebnis wird dazu führen, dass junge Frauen, die in qualifizierten Berufen arbeiten, einen stärkeren Anreiz zur Familiengründung erhalten.

Aber die Koalition wird doch nicht zuerst an ihren familienpolitischen Erfolgen gemessen.

Das Elterngeld ist auch wirtschaftspolitisch ein Erfolg. Man sollte nicht verkennen, wie viele junge, hoch qualifizierte Frauen ein Problem damit haben, ihren Wunsch nach Kindern und Familie mit ihrem Beruf zu vereinbaren. Diese jungen Frauen werden gebraucht, ihre Qualifikationen sind wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Firma und des Landes insgesamt.

Und die so genannte „Reichensteuer“, auf die Sie sich in Minutenschnelle geeinigt haben? Stellt Sie die auch vollauf zufrieden?

Die Erhöhung der Einkommensteuer für besonders hohe Einkommen ist auf Wunsch der SPD in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden. Mein Lieblingsprojekt ist sie nicht.

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