Investitionsgipfel Röslers Marshall-Plänchen für Griechenland

Röslers Fitmach-Aktion für die Pleitegriechen droht schon in den Startlöchern zu scheitern: Sein Investitionsgipfel ging ohne konkrete Beschlüsse zu Ende. Fest steht nur: Extra-Geld wird es nicht geben.
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Philipp Rösler. Quelle: AFP

Philipp Rösler.

(Foto: AFP)

BerlinDer Investitionsgipfel bei Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler zu Griechenland ist ohne konkrete Hilfebeschlüsse geblieben. Rösler nannte das Treffen mit Vertretern von über 20 deutschen Wirtschaftsverbänden am Mittwoch dennoch einen großen Schritt hin zu einer Unterstützung des Landes bei der Rückkehr zu Wachstum und Wettbewerbskraft. Helfen wolle Deutschland und seine Wirtschaft dem überschuldeten Land vor allem bei der Entbürokratisierung, der Stärkung der Rechtssicherheit, der Behebung von Finanzierungsproblemen bei Investitionen und mit konkreten Engagements in mehreren Wirtschaftsbereichen.

Um weitere Gelder aus Deutschland für diese Unterstützung Griechenlands sei es ausdrücklich nicht gegangen, sagte Rösler. „Es ist schlichtweg nicht eine Frage des Geldes“, beschrieb er die Aufgabe, Griechenlands Wirtschaft wieder voranzubringen.

„Wir brauchen kein zusätzliches Geld.“ Es gehe vielmehr um die Modernisierung von Strukturen.

Deutschland mache Angebote, und er habe den Eindruck, dass diese sehr gut angenommen würden. Zur Behebung von Finanzierungsproblemen bei Engagements deutscher Firmen in Griechenland verwies Rösler auf bestehende Programme der staatlichen Förderbank KfW. Zudem sei man im Gespräch mit dem Institut über weitere, neue Programme, um Griechenland zu unterstützen.

Rösler kündigte für den 15. August die Reise einer kleinen deutschen Unternehmensdelegation nach Griechenland an. Dem werde im September eine Reise mit einer großen Delegation von Firmenvertretern in das Land folgen.

Besonders große Ansatzpunkte für deutsche Engagements sieht er im Bereich Energie, speziell bei erneuerbaren Energien. Aber auch im Bereich Infrastruktur und anderen Branchen gebe es vielfältige Möglichkeiten für Investitionen mit erheblichem Potenzial.

Die aktuelle Lage in Griechenland wollte er zwar nicht mit der von Entwicklungsländern vergleichen. Er sehe sie aber vergleichbar mit der Situation nach dem Zusammenbruch des Ostblocks in vielen Transformationsländern. Letztlich gehe es darum, dass Griechenland im Interesse der gesamten Euro-Zone und Europas wieder wirtschaftlich auf die Beine komme.

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20 Kommentare zu "Investitionsgipfel: Röslers Marshall-Plänchen für Griechenland"

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  • Ihren Ausführungen kann man uneingeschränkt zustimmen. Leider ist Herr Rösler nicht der einzige Laiendarsteller in dieser Regierung.

  • JA Ströbele als Verteidigungsminister, das treibt mir ein Schmunzeln ins Gesicht. Nehmen wir noch den BaWü-Verkehrsminister als Bundesverkehrsminister und man kann die Ganze Elf für 88Cent Flaschenpfand verkaufen.

    Nein, mal wieder ernsthaft. Vielleicht hätten wir besser aus der Krise kommen können, aber wir hätten auch schlechter rauskommen können (natürlich vorausgesetzt, wir kommen jemals aus der Krise raus.) Aber ich denke , das Rot-Grün des schlechtere Übel gewesen wäre, zumal Rot-Grün uns das Griechenlandproblem erst eingebrockt hat.

  • Bester Herr Huensche, der Unterschied zur jetzt agierenden Kostellation ist wirklich nicht sehr groß und nur in Nuancen auszumachen. Wie es so schön heißt, Jacke wie Hose. Ein besonderes Schmanckerl wäre allerdigs Herr Ströbele als Verteidigungsminister, was man dann als Sonderfall zu würdigen hätte.

  • @ Ondron,
    das Wählergedächnis ist viiiiel zu kurz.

  • -Um weitere Gelder aus Deutschland für diese Unterstützung Griechenlands sei es ausdrücklich nicht gegangen, sagte Rösler. „Es ist schlichtweg nicht eine Frage des Geldes“, beschrieb er die Aufgabe, Griechenlands Wirtschaft wieder voranzubringen.-

    Das ist sicher richtig, wenn er betont: - es ist schlichtweg keine Frage des Geldes-

    - aber hat er seine Weisheit schon seiner Bundeskanzlerin und Griechenland gemeldet?
    Kann er sich aber sparen.

    Sie wird zustimmend nicken und Griechenland die Hand weiter offen halten. "Ohne Moos ist nichts los " - denn dieses Strassensprichwort sagt schon alles. Eine deutsche Wirtschaft wird als erstes Subventionen verlangen und dann kommt lange Zeit nichts -dann wird die deutsche Wirtschaft erneut Subventionen verlangen oder aus Griechenland wieder abziehen. Da sollte man die Wirtschaft lieber gleich in Deutschland unterstützen - da kommt zumindest mehr "raus". Aber zu viel exportieren sollen wir nun auch nicht, sagt jene französische Dame von der IWF. Na ja - da wird Fr. Merkel alles so lassen wie bisher - d.h. lieber neue Kredite für Griechenland schnüren, um den Euro schön stabil zu halten? So hat man in der Vergangenheit zwar noch nie eine Währung stabil gehalten - aber man muß mit der Zeit ( d.h. mit Frankreich) gehen, sagt bestimmt Herr Sarkozy darauf.

  • Sorry, aber ich glaube nicht, dass Sie sich mit irgendwem im Bundestag messen können. Egal, wer!

    Rösler war Wirtschaftsminister in Niedersachsen und hat dort einen guten Job gemacht. Das es in dieser Koalition nciht so läuft, wie gewünscht, das liegt meines Erachtens nciht an der FDP, sondern eher an der CDU.

    Verwechseln Sie bitte nicht Alter mit Erfahrung! Bei den aktuellen Problemen, um das Wort Krise zu vermeiden, konnte keiner viel Erfahrung vorher sammeln, weil solche Probleme erstmalig auftreten.

    Wenn Sie mit der aktuellen Regierung unzufrieden sind, was durchaus legitim ist, sollten Sie bedenken, wer die Alternative ist:

    Kanzler: Steinmeier
    Finanzminister: Steinbrück
    Wirtschaftsminister: Gabriel
    Umwelt: Künast
    Außen: Trittin
    Innen: Boris Palmer(?)

    und vielleicht noch tolleriert von den Linken!


    Wollen Sie das wirklich?
    Wollen Sie sich das wirklich antun?

  • Ich würde mich - bei aller Bescheidenheit - mit Herrn Rösler gerne messen. Er mag ja nett sein, aber Erfahrung hat er nicht. Kurz: Er würde "alt", sehr "alt" aussehen. Das aller, aller Wichtigste: Er spricht den FDP-Wirtschaftsflügel nicht an. Sozis wählen ihn eh nicht, aber Wirtschaftsliberale wählen auch weder ihn, noch Frau Schnarrenberger nicht. Brüderle hat es doch klar gesagt: Die FDP braucht jetzt nicht auch noch sozialdemokratisch zu werden. Dieser Markt ist bereits vierfach bzw. fünffach (CDU/CSU, SPD, Linke, Grüne) besetzt. Die FDP muß ihr 6%-Stammwählerpotential ausschöpfen. Kapiert das keiner bei denen in Berlin?! Dazu ist Rösler aber nicht geeignet. Mich interessiert weder sein medizinischer noch sein freiheitlicher noch sein philosophischer Background. Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft, stupid!!! Und jeder der sich auskennt weiß: Marshall-Plan ist gröbster Unfug. Das können Sozis aller anderen Parteien vorschlagen, aber doch kein Wirtschaftsliberaler Wirtschaftsminister. Oder ist er gar kein Wirtschaftsminister mehr? Ist er schon zurückgetreten? Habe ich etwas Positives verpaßt?

  • natürlich muss der Blödsinn veröffentlicht werden. Aber auch der Blödsinn, den die Opposition verbreitet!

    Es muss auch über Erfolge berichtet werden und das nciht als Randbemerkung auf der 3. Seite.

    Ansonsten brauchen wir keine neue liberale Partei, sondern neue Medien, die es versteht OBJEKTIV zu berichten.

  • Diese Kommentatoren haben sich bezüglich eines einfachen Artikels schon sehr stark geirrt. Wenn ich davon ausgehe, dass diese Kommentatoren bei allen anderen Artikeln genauso verfahren, dann sind ihre Meinungen nichts wert.

  • Selbst wenn Kommentatoren wie Fliegen sind: Tausende Fliegen können sich bei dieser inkompetenten FDP-Kinderkacke doch unmöglich irren !

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