Investitionsverhalten nach wie vor zurückhaltend
Standort D gewinnt an Ansehen

Der Standort Deutschland hat bei den deutschen Top-Managern wieder an Ansehen gewonnen - allerdings überwiegen weiter kritische Urteile.

HB DÜSSELDORF. Insbesondere die Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten bewerten die Spitzenkräfte der deutschen Wirtschaft so positiv wie seit knapp fünf Jahren nicht mehr. Aber auch die gegenwärtigen Standortbedingungen haben die Führungkräfte letztmals Anfang dieses Jahres so positiv beurteilt.

Dennoch planen die Top-Manager nicht, ihr Investitionsverhalten in den kommenden zwölf Monaten zu verändern. Das geht aus dem Handelsblatt Business-Monitor hervor, für den das Hamburger Psephos-Institut in der Zeit vom 4. bis 19. August im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. 763 Manager befragt hat.

Knapp die Hälfte (45 Prozent) der für den Handelsblatt Business-Monitor befragten Top-Manager rechnet damit, dass sich die Standortbedingungen hier zu Lande in den kommenden zwölf Monaten verbessern werden. Im Mai war die Zahl derer, die an eine bessere Entwicklung des Standortes D geglaubt hatten, auf nur 16 Prozent gesunken. Im August hat sich dieses Bild nun deutlich aufgehellt. Noch optimistischer als der Durchschnitt der aktuell Befragten sind die Führungskräfte in Großunternehmen, in Dienstleistungsunternehmen, im Handel, in Verkehr und Nachrichtenübermittlung, im Süden und in der Mitte Deutschlands sowie in der Gruppe derjenigen, die 60 Jahre und älter sind.

Die gegenwärtige Lage beurteilen die befragten Top-Manager zwar besser als noch in den Vormonaten - allerdings hält mit 56 Prozent immer noch die Mehrheit der Befragten die derzeitigen Standortbedingungen für "eher schlecht", weitere sieben Prozent halten sie sogar für "schlecht". Nur ein Drittel beurteilt die Lage mit "eher gut", als "gut" bezeichnen die Situation sogar nur vier Prozent. Am unzufriedensten äußern sich die Top-Manager aus Ostdeutschland und der Mitte des Landes, dem Baugewerbe sowie die unter 40-Jährigen - in all diesen Untergruppen bewerten rund zwei Drittel der Befragten den Standort als "eher schlecht".

Die insgesamt gesteigerte Zuversicht sowie die Aussicht auf die Bundestagswahl veranlassen die Top-Manager aber offenbar nicht, ihre Investitionspläne zu verändern. 62 Prozent der Befragten wollen in den kommenden zwölf Monaten weder mehr noch weniger investieren.

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