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19.07.2008 
Aufbau

Irak erwartet Hilfe von Deutschland

Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki hat vor seinem Berlin-Besuch die deutsche Wirtschaft zur Beteiligung am Wiederaufbau seines Landes aufgerufen. "Wir haben ein Land aufzubauen und die Deutschen sind berühmt für gutes und effizientes Arbeiten", sagte Maliki dem "Spiegel".

HB BERLIN. Der Irak müsse überall von vorne anfangen: "in der Ölförderung, im Ausbau des Stromnetzes, in allen Industrien. Das ist viel tun." Sein Land wolle engere Beziehungen mit Deutschland sowohl wirtschaftlich wie auch politisch.

Maliki wird Anfang der Woche in Berlin erwartet. Vor einer Woche war Bundeswirtschaftsminister Michael Glos als erster deutscher Minister seit dem Sturz Saddam Husseins 2003 in Bagdad.

Maliki hob die Rolle Deutschlands bei der Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte hervor, forderte jedoch, dies müsse künftig auch innerhalb des Iraks möglich sein. "Wir bevorzugen es aber eindeutig, wenn die Ausbildung künftig im Irak stattfindet", sagte er. Bislang haben deutsche Experten irakische Sicherheitskräfte in benachbarten Golfstaaten ausgebildet. Damit soll deutlich werden, dass sich Deutschland auch weiterhin nicht der von den USA geführten Allianz anschließt, die auch den Krieg zum Sturz des früheren Staatschefs Saddam Hussein geführt hatte.

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