IS-Symphatisanten in Deutschland: Razzia gegen mutmaßlichen Selbstmordattentäter

IS-Symphatisanten in Deutschland
Razzia gegen mutmaßlichen Selbstmordattentäter

Erneut schlägt die Polizei zu: Bei der zweiten Razzia innerhalb von einer Woche haben Ermittler in der Nähe von Mainz die Wohnung eines mutmaßlichen ehemaligen ISIS-Kämpfers durchsucht, berichtet Spiegel Online.

DüsseldorfBei einer Anti-Terror-Razzia bei Mainz haben Ermittler Wohnungen von zwei Männern durchsucht. Sie seien verdächtig, sich im syrischen Bürgerkrieg an einer ausländischen terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Sonntag. Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen lägen bisher nicht vor. Um welche Vereinigung es sich handele, müssten die Ermittlungen zeigen.

„Spiegel-Online“ berichtete, bei einem der Beschuldigten handele es sich um einen mutmaßlichen ehemaligen Kommandeur der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der 23-Jährige halte sich seit Herbst in Deutschland auf. Er selbst bestreite, jemals beim IS gewesen zu sein. Dem Bericht zufolge fand der Polizeieinsatz in Sankt Johann im Landkreis Mainz-Bingen statt.
Bassam kämpfte offenbar bei den Dschihadisten in einer Einheit in al-Kasra. Er war mutmaßlich Militärkommandeur in einem Bezirk westlich von Deir al-Sor, einer Stadt im Osten Syriens. Zeugen aus Syrien, mit denen SPIEGEL TV gesprochen hat, beschreiben einen Weg, der typisch ist für viele Syrer seiner Generation. Als der Aufstand gegen das Assad-Regime losbrach, schloss sich Bassam den Rebellen an, dann ging er zu den Islamisten der Nusra-Front. Schließlich landete er beim IS.

Dies ist die zweite größere Polizei-Aktion gegen Dschihadisten in Deutschland binnen einer Woche. Zuvor gab es Razzien in Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Als Folge dieser Aktionen wird nun gegen vier Algerier zwischen 26 und 49 Jahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Den Hinweis, der zu den Durchsuchungen führte, gab das Bundesamt für Verfassungsschutz nach Behördenangaben bereits Anfang Januar.

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