IS-Terror in Frankreich

Die Umerziehungssanstalt für Islamisten

Fahnenapell, Fitnessstudio, Religionsunterricht – auf dem französischen Schloss Pontourny ziehen ab kommender Woche junge Islamisten ein. Dort sollen sie das Gedankengut des IS endgültig vergessen. Kommen sie freiwillig?
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Das „Zentrum für Prävention, Wiedereingliederung und Staatsbürgerschaft“, wie es offiziell heißt, soll in den kommenden Wochen die ersten jungen Leute willkommen heißen. Quelle: AFP
Schloss Pontourny

Das „Zentrum für Prävention, Wiedereingliederung und Staatsbürgerschaft“, wie es offiziell heißt, soll in den kommenden Wochen die ersten jungen Leute willkommen heißen.

(Foto: AFP)

Tours„Ferienlager für Islamisten“ oder „Dschihad-Akademie“ – so nennen Kritiker abfällig eine Einrichtung, die bis Ende September in Frankreich ihre Tore öffnet. Auf dem ländlich gelegenen Schloss Pontourny nahe von Tours sollen junge Islamisten untergebracht und „deradikalisiert“ werden. Es ist das erste Zentrum dieser Art im Land und ein Modellprojekt. Die Anwohner sind allerdings wenig begeistert von den Plänen.

Das „Zentrum für Prävention, Wiedereingliederung und Staatsbürgerschaft“, wie es offiziell heißt, soll in den kommenden Wochen die ersten jungen Leute willkommen heißen. Sie sind zwischen 18 und 30 Jahre alt, haben den Kontakt zu ihren Freunden und ihrer Familie in der Regel abgebrochen und wollen nach Darstellung der Anstaltsleitung freiwillig einziehen. „Es geht um junge Leute, die radikalisiert sind und davon loskommen wollen“, sagt Präfekt Louis Lefranc. Eine Art Entzugsheim für Islamisten also.

Frankreich wurde in der Vergangenheit immer wieder Opfer vom islamistischen Terror: Zuletzt töteten am 26. Juli zwei IS-Terroristen den Priester Jacques Hamel während einer Messe in der Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray. Beide Täter waren gerade einmal 19 Jahre alt. Nach dem Anschlag teilte der französische Premierminister Manuel Valls mit, die französischen Behörden würden zur Zeit etwa 15.000 Personen beobachten, die sich in einem Radikalisierungsprozess befänden.

Auf dem Schloss in Pontourny soll die Radikalisierung der jungen Islamisten gestoppt werden. Die Bewohner werden in großen, hellen Zimmern untergebracht, die an ein Studentenwohnheim erinnern. Die Fenster sind allerdings vergittert, um zu verhindern, dass Bewohner sich hinausstürzen.

Zudem gibt es einen Schlosspark mit hundert Jahre alten Bäumen, ein kleines Fitnessstudio, Aufenthaltsräume und Klassenzimmer. Dort sollen die Insassen unter anderem Unterricht in Religion, Geschichte und Philosophie erhalten. Das Regiment ist strikt: Die jungen Leute werden um 6.45 Uhr geweckt und müssen die Anstalts-Uniform tragen.

Einmal in der Woche gibt es einen Fahnenappell. „Wir wollen mit den Symbolen der Republik arbeiten, und die Fahne ist eines davon“, erklärt Pierre Pibarot, der für die Wiedereingliederung der jungen Islamisten zuständig ist. „Zudem wollen wir sie kritikfähig machen.“ Alle „Freiwilligen“ werden von Sozialarbeitern, Psychologen und Ärzten betreut. Eine Reihe von Anwohnern der Gemeinde Beaumont-en-Véron sind von dem Projekt wenig begeistert. Sie fürchten, dass von den Insassen eine Gefahr für die Nachbarschaft ausgehen könnte. Dabei sollen die Bewohner die Einrichtung nur verlassen können, wenn dies von Experten für unbedenklich erklärt wurde.

So sieht das „Ferienlager für Islamisten“ aus
„Ferienlager für Islamisten“
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Das „Zentrum für Prävention, Wiedereingliederung und Staatsbürgerschaft“ heißt in den kommenden Wochen die ersten jungen Islamisten willkommen. In dem Schloss Pontourny, in der Nähe von Tours, will die französische Regierung junge Islamisten „deradikalisieren“. Kritiker sprechen vom „Ferienlager für Islamisten“.

Religionsunterricht für Islamisten
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Ein Schlosspark mit hundert Jahre alten Bäumen, ein kleines Fitnessstudio, Aufenthaltsräume und Klassenzimmer – ein schönes Ambiente, um den Dschihad zu vergessen. In dem Klassenzimmer sollen die Insassen unter anderem Unterricht in Religion, Geschichte und Philosophie erhalten.

Uniform und Fahnenappell
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Das Regiment im Schloss Pontoumy ist strikt: Die jungen Leute werden um 6.45 Uhr geweckt, müssen die Anstalts-Uniform tragen und einmal in der Woche zum Fahnenappell aufmarschieren. „Wir wollen mit den Symbolen der Republik arbeiten, und die Fahne ist eines davon“, erklärt Pierre Pibarot, der für die Wiedereingliederung der jungen Islamisten zuständig ist. „Zudem wollen wir die Bewohner kritikfähig machen“.

Besorgte Nachbarn
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Alle Bewohner werden von Sozialarbeitern, Psychologen und Ärzten betreut. Eine Reihe von Anwohnern der Gemeinde Beaumont-en-Véron sind von dem Projekt wenig begeistert. Sie fürchten, dass von den Insassen eine Gefahr für die Nachbarschaft ausgehen könnte. Dabei sollen die Bewohner die Einrichtung nur verlassen können, wenn dies von Experten für unbedenklich erklärt wurde, so die Anstaltsleitung.

Frankreich im Visier des Terrors
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Frankreich wurde in der Vergangenheit immer wieder Opfer vom Terror des Islamischen Staates (IS): Zuletzt töteten am 26. Juli zwei IS-Terroristen den Priester Jacques Hamel während einer Messe in der Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray. Beide Täter waren gerade einmal 19 Jahre alt.

Zudem versichert die Anstaltsleitung, dass niemand aufgenommen wird, der den Behörden als sogenannter Gefährder bekannt ist oder gegen den im Zusammenhang mit den jüngsten Anschlägen in Frankreich ermittelt wird. Auch straffällig gewordene Gewalttäter oder Islamisten, die in Syrien waren, dürfen nicht in das Zentrum. Einige Bürger sind besorgt, dass die Einrichtung zu einem Ziel für die Terrormiliz Islamischer Staat werden könnte.

„Die Sicherheitsvorkehrungen sind völlig unzureichend“, empört sich ein Anwohner. „Das gilt sowohl für Leute, die in das Zentrum hineinwollen als auch für solche, die herauswollen.“ Für Sicherheit sollen 18 Kameras und ein Infrarot-System sorgen, mit denen das Schlossgelände rund um die Uhr überwacht wird. Im Fall eines Alarms könne die Polizei innerhalb weniger Minuten vor Ort sein, versichert die Anstaltsleitung.

  • afp
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17 Kommentare zu "IS-Terror in Frankreich: Die Umerziehungssanstalt für Islamisten"

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  • Herr Metz.. nach ein paar Jahren in diesen Staaten gehe ich davon aus, dass die Gäste der Kanzlerin auch kommen würden wenn es hier keinen Sozialstaat gäbe. In den Ländern des Mittleren Ostens gibt es abseits der Ölstaaten auch keine funktionierenden Sozialsysteme und so kennen die Gäste der Kanzlerin dies eigentlich nicht. Ähnlich der Mexikaner in den USA würden diese dann einfache Arbeiten zu günstigen Preisen erledigen. Durch die eigene Arbeit würden diese den hiesigen Sitten und der Sprache näherkommen. Allerdings müssten Sie auch die Polizei ein wenig an dortige Sitten anpassen. Andernfalls würden sich die Einwanderer weniger nützlich beschäftigen. In der Schweiz werden Einwanderer aus Afrika 15 x häufiger verurteilt als Einwanderer aus Deutschland.

    Wozu möchten Sie diese Menschen denn einwandern lassen?

  • Herr Metz, ich bin Ihrer Meinung all das Sozialzeug muss weg.

  • Wie müsste wohl eine Umerziehungsanstalt für über Jahrzehnte (und insbesondere seit der Übernahme von Schlüsselpositionen in Medien / Politik und Bildung durch die 68er) indoktrinierte und gehirngewaschene Deutsche aussehen? ;-)
    Und die Islamisten wurden in aller Regel bereits seit frühester Kindheit mit einer menschenverachtenden Auslegung ihrer religiösen Ideologie indoktriniert.
    Umerziehung ist ANMASSUNG und (wie alles, was der Staat tut) nur mit ZWANG möglich.
    Es ist wie immer: Erst schafft der Staat die Probleme selber (indem er unkontrollierte Massenzuwanderung ermöglicht), und dann will er sie mit untauglichen Mitteln, die er den Bürgern aber als "der Staat tut was" verkauft, bekämpfen, was ihn jedoch nur selber immer mehr mästet - siehe Zitat Hans Mayer:
    "Hier werden wohl wieder Spielwiesen für Sozialarbeiter, Psychologen und "Hilfsorganisationen" eingerichtet, in denen Menschen, mangels Wissens und Fähigkeiten für die Wirtschaft ein gut bezahltes Betätigungsfeld finden werden."

    Ich nenne Ihnen jetzt eine Lösung, wie eine Gesellschaft wirklich effektiv unkontrollierte Massenzuwanderung verhindern kann: GAR KEINEN SOZIAL- / WOHLFAHRTSSTAAT HABEN!
    Was denken Sie, wie viele "Schutzsuchende" noch nach Deutschland kommen wollten, wenn es hier GAR KEINE Sozialleistungen geben würde??

  • Herr Thomas Behrends21.09.2016, 12:21 Uhr
    Ewige Störmanöver mit immer gleichem schwachsinnigen Texten von Ralph S. bringen die Diskussion nicht vorwärts !!!


    hahahaha

    und die ist ja auch SOOOOOOOOOO

    W I C H T I G

    gerade hier.....im lustigen HBO

  • Reine Geldverschwendung !

    Die Franzosen haben es 60 Jahre lang versäumt die Bewohner ihrer ehemaligen Kolonien in Marokko, Tunesien und Algerien, die später einreisen durften und "naturalisiert" wurden, jemals zu integrieren.

    Lieber in die Banlieux abschieben, von allen entstehenden Problemen nichts wissen wollen und gegen sie hetzen. Das ist es, was sich jetzt rächt !!!

  • Ewige Störmanöver mit immer gleichem schwachsinnigen Texten von Ralph S. bringen die Diskussion nicht vorwärts !!!

  • Herr Hans Mayer@ Und Rothschild sagte, wer das Geld eines Landes macht, braucht sich an keine Gesetze zu halten. Ihr Goethe taugt nichts.

  • Goethe sagt dazu: Wer sich nicht an die Gesetze des Landes halten möchte, in denen er lebt, der muss dieses Land verlassen.
    Hier werden wohl wieder Spielwiesen für Sozialarbeiter, Psychologen und "Hilfsorganisationen" eingerichtet, in denen Menschen, mangels Wissens und Fähigkeiten für die Wirtschaft ein gut bezahltes Betätigungsfeld finden werden.

  • Die Einzigen die unerzogen werden sollen, sind doch die Europäer. Frau Merkel ist
    gerade vom Nobelpreisträger für ihre Hilfe im Syrien-Krieg gelobt worden.
    Man kann nur noch auf Leute wie Orban hoffen, damit diese Frau kaltgestellt bleibt.

  • So wird das nichts. Terror bricht man nur durch Terror.

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