Islam-Debatte
Wulff rüffelt Innenminister Friedrich

Die von Innenminister Friedrich losgetretene Islam-Debatte nimmt bizarre Formen an. Inzwischen geht es kaum noch um die Sache, sondern um Befindlichkeiten. Das ruft den Bundespräsidenten auf den Plan.
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Bremerhaven/BerlinBundespräsident Christian Wulff hat vor einer Fortsetzung der Debatte über die Rolle des Islam in Deutschland gewarnt. „Wir dürfen die Diskussion nicht nur über die Religion führen, sondern müssen uns mehr mit den Menschen beschäftigen“, sagte Wulff am Mittwoch nach einem Besuch im Museum Deutsches Auswandererhaus (DAH) in Bremerhaven mit Blick auf entsprechende Äußerungen von Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Wichtiger als die Frage der Religion sei die Integration der Einwanderer in Deutschland. „Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, die Menschen so erfolgreich in unser Land zu integrieren, wie es die Amerikaner mit den deutschen Einwanderern getan haben“, betonte der Bundespräsident.

Die Frage der Religion dürfe nicht überbewertet werden, sagte Wulff zur aktuellen Debatte über die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört. Während seiner „Bremer Rede“ am 3. Oktober hatte der Bundespräsident noch betont, der Islam sei ein Teil Deutschlands.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) widersprach dem jedoch. Auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) argumentierte, dass sich das historisch nicht belegen lasse.

Harsche Kritik an Friedrich kam von den Grünen, die in diesem Zusammenhang auch eine Koalition mit der Union auf Bundesebene für unmöglich halten. Als Grund nannte das Bundesvorstandsmitglied Malte Spitz neben der Atomkraft, auch die Sicherheits- und Sozialpolitik und den Umgang mit Migranten.  Er sehe nicht, dass sich die Union bei diesen Themen auf uns zu bewegt hätte. „Ganz im Gegenteil: Herr Friedrich hat mit seinen Äußerungen zum Islam viel Porzellan zerschlagen, und Beispiele dieser Qualität lassen sich für viele Kabinettsmitglieder finden“, sagte Spitz Handelsblatt Online. „Insofern gibt es da zurzeit wenig Spielraum für ein Miteinander.“ Den Grünen gehe es um Inhalte, sagte Spitz. Wenn es hier Schnittmengen zu anderen Parteien gebe, seien auch Koalitionen denkbar. „Die Schnittmengen aber sind nun mal mit der SPD derzeit am größten.“

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  • Der BP hat doch erst diesen Unsinn losgetreten!
    Das ist doch nur der Ombudsmann in Merkles Fängen.
    Es ist wirklich an der Zeit, dass der Bundespräsident vom Volk gewählt wird und nicht von den leuten die er verfassungsgemäß "betreuen" sollte
    Bisher war das ja kein Problem aber seit die "FDJ-Diktatorin" regiert ist es ines
    Folge Glaubwürdigkeit wird noch mehr zerstört

  • Allein die Weihnachtsansprache von Wulf war eine Beleidigung für jeden Deutschenund Christen.
    Das Wort deutsch kam gar nicht vor, das Wort Weihnachten, Chrstentum auch nicht.
    Aber er forderte mal wieder unterschwellig Rücksicht von uns gegen die "die anders sind und anders aussehen", er forderte die anderen aber nicht auf, gegen uns Rücksicht zu üben. D. h., die dürfen ruhig weiter durch die straßen laufen und uns beschimpfen oder ins Koma prügeln
    Wulff ist ein Volksverräter übelster Art.
    Mein Gott, was haben wir für Vaterlandsverräter als Politiker, das hat es ja nochnie gegeben.

  • Ein deutsches Volk gibt es für Wulff gar nciht. Von daher ist der Eid schon falsch.
    Türken-Wulff ist eine Zumutung

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