Islamischer Staat 75 deutsche Islamisten in Syrien und Irak getötet

Die Kämpfe in Syrien und im Irak haben große Anziehungskraft auf Islamisten aus Deutschland, die sich der Terrormiliz IS anschließen. Der Verfassungsschutz meint, deutsche Dschihadisten würden dort regelrecht verheizt.
Update: 06.03.2015 - 09:21 Uhr 12 Kommentare

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BerlinDie Zahl der Islamisten aus Deutschland, die in Syrien und im Irak ums Leben gekommen sind, ist erneut gestiegen. „Wir haben Hinweise, dass bereits 75 aus Deutschland ausgereiste Dschihadisten dort umgekommen sind“, sagte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen am Freitag der Nachrichtenagentur doa in Berlin. Vor einem Jahr seien es noch rund 20 gewesen. Der Anstieg sei bemerkenswert. „Das zeigt die brutale Realität des sogenannten Islamischen Staates“, sagte Maaßen. „Deutsche Dschihadisten werden von der Terrorgruppe IS regelrecht verheizt.“

Der Verfassungsschutzchef betonte: „Anders als früher in Waziristan wird der einzelne Tote auch nicht mehr unbedingt als 'Märtyrer' gefeiert, sondern ist nur noch Teil einer namenlosen Kriegsmasse.“ Waziristan ist eine Bergregion im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan - und ein früheres Ziel von gewaltbereiten Islamisten aus Deutschland.

Nach Erkenntnissen des Bundesamts für Verfassungsschutz und des Bundeskriminalamts sind seit Beginn der Kämpfe in Syrien 2011 insgesamt mindestens 650 Islamisten aus Deutschland in das Krisengebiet ausgereist. Gerade in den vergangenen Monaten - mit dem Vormarsch der IS-Miliz im Irak – hatte sich die Entwicklung sehr beschleunigt. Ende 2013 hatte der Verfassungsschutz noch etwa 240 Ausgereiste gezählt. Ende 2014 waren es schon mehr als 550.

Inzwischen seien es schon wieder etwa 50 Ausreisen mehr als noch Mitte Januar, sagte Maaßen. „Der Strom der Ausreisen in Richtung Syrien und Irak hält auch 2015 ungebremst an.“

Etwa ein Drittel der Ausgereisten sind nach Angaben der Sicherheitsbehörden inzwischen wieder in Deutschland. Zu etwa 40 der Rückkehrer liegen Erkenntnisse vor, dass sie aktiv an Kämpfen in Syrien und im Irak beteiligt waren.

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12 Kommentare zu "Islamischer Staat: 75 deutsche Islamisten in Syrien und Irak getötet"

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  • Ich weine ........................ Freudentränen !!!
    Gerade habe ich bei WELT einen Kommentar gelesen, der so etwas wie meinen Kommentar als menschenverachtend bezeichnet hat. Dann frage ich mich, was das brutalste Abschlachten von Tausenden von Menschen, das Köpfen von dreijährigen Kindern und das Verbrennen von Menschen bei lebendigem Leib sein soll. Diese Leute müssen dringend, wie heißt es in Frankreich und Dänemark so schön: NEUTRALISIERT werden. BASTA !!!!

  • Solange Muslime den ihnen anerzogenen Haß auf alles was nicht islamisch ist, nicht überwinden und ihren Glauben in die hinterste Reihe stellen, solange wird es Muslime geben, die sich das Recht nehmen andere Menschen zu ermorden nur weil sie nicht so sind und sein wollen, wie sie.
    Die politisch korrekte Politik im „Westen“ befördert dieses Verhalten, wird nicht müde sich den Gruppen des politischen Islam in ihren Ländern anzubiedern, ihn zu fördern, ihm Rechte zuzugestehen, die sie der eigenen Bevölkerung verwehrt, sie des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit bezichtigt, wenn sie dagegen protestiert.
    Sollten diese Muslime in den „Kampf“ ziehen und dort umkommen, so haben sie ihr Ziel, den Märtyrertod zu sterben, erreicht. Ob sie dann neben Allah sitzen dürfen oder der sie über den Jordan schickt, werden wir nie erfahren. Ganz ehrlich, mich interessiert das auch nicht, Hauptsache ist, daß diese Mörder nicht wieder unter uns leben werden.

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  • Herr Spiegel...Ihre Intention, dass die Problemeinwanderer sich aufgrund ihrer radikalen Ideologie freiwillig in einen Krieg begeben wo sie dann Opfer amerikanischer Bomben werden ist so zynisch wie die der Linken Gutmenschen die die Bootsflüchtlinge die übers Mittelmeer kommen aufnehmen, mit dem Ziel das immer mehr kommen mögen.

    Sinnvoller und Menschlicher wäre es Einwanderer die für unsere Gesellschaft nicht hilfreich sind den Weg in die Heimat zu zeigen. Allerdings ist dies den herrschenden Politikern, Journalisten und Lehrern ein No-Go was dazu führt, dass schon das Äussern dieser Ansicht mit mehr, oder minder drastischen Sanktionen geahndet wird.

  • Ich dachte immer, NRW, Bremen und Niedersachsen wären Bundesländer von Deutschland. Frau Austen, die es wohl anders sieht, müsste deshalb dringend noch einmal in die Schule!
    Davon abgesehen muss man froh sein, wenn die "Terroristen-Azubis" aus Deutschland ausreisen und mal merken "wie schön" so ein Krieg ist.
    Am besten, diese Typen nicht mehr zurück ins Land lassen!

  • Nach 2001 ist Deutschland/Hamburg das wichtigste Heiligtum nach Mekka. Als dann Wulff und Merkel Deutschland zum Islamstaat erklärt haben , wollen auch viele Muslime hter leben , vor allem die radikalen Islamisten.

    Die Vizepräsidentin Claudia Roth war zur Antrittsreise gerade im Iran. Natürlich mit Kopftuch hat sie die dortigen Machos unterstützt und den dort lebenden Frauen geschadet und sitzt heute im Bundestag und stimmt für die Frauenquote ab, Haha. Die wird in 10 Jahren wieder abgeschafft werden. und vermutlich ist Roth als Alterspräsidentin die erste, die Deutsche Frauen auffordert das Kopftuch zutragen.

    Dazu kommt das Quotenfrauen meist keine Kinder haben , dass will Schwesig also noch erhöhen und bedauert heute im Ersten das man dagegen nichts macht. He?? Wer denn ,der unmündige Bürger?

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