Islamistischer Terror
In Deutschland sollen 130 potenzielle Attentäter leben

Innenminister Friedrich sieht im islamistischen Terror weiter eine große Gefahr für Deutschland: In der Bundesrepublik lebten 130 Islamisten, denen Sicherheitsbehörden zutrauten, jederzeit einen Anschlag zu verüben.
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BerlinIslamistische Terroristen bleiben nach Einschätzung von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) eine große Gefahr für Deutschland. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Anschlagsplanungen zurückgefahren oder aufgegeben worden seien, sagte Friedrich am Dienstag in Berlin. „Wir haben in Deutschland gegenwärtig 130 Gefährder.“ Das seien Islamisten, denen die Sicherheitsbehörden zutrauen, jederzeit einen Anschlag zu verüben.

Klar sei aber auch, dass die Mehrheit der Muslime in Deutschland Terrorismus scharf ablehne, sagte Friedrich. Relativ neu sei das Bestreben von Islamisten, Anschläge in westlichen Staaten eigenständig und ohne Anbindung an bestimmte Gruppen wie Al-Kaida zu verüben. Das mache die Sache gefährlich und für die Sicherheitsbehörden besonders schwierig.

„Wir alle sind dieser Bedrohung ausgesetzt“, sagte Friedrich bei einer Tagung. „Die Trennung verläuft nicht zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, sondern zwischen friedlichen Bürgern und Kriminellen, die den Islam, die Religion missbrauchen, um unseren Staat und seine Bürger anzugreifen.“ Um Radikalisierungen von jungen Muslimen entgegenzuwirken, gründete der Minister 2011 eine sogenannte Sicherheitspartnerschaft zwischen Muslimen und Sicherheitsbehörden.

Laut Friedrich gibt es in Deutschland eine zunehmende Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor allem über islamistische Propaganda im Internet. Der Minister verwies auf den jungen Islamisten, der am 2. März 2011 am Frankfurter Flughafen auf US-Soldaten schoss und zwei von ihnen tödlich verletzte. Der Täter war von Propaganda im Netz beeinflusst worden. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sagte, dass gerade die eigene Erfahrung von Diskriminierung, Ausgrenzung und Islamfeindlichkeit dazu führen könne, dass sich Menschen ihrerseits radikalisierten. „Das beste Programm, sich vor muslimischen Fanatikern zu schützen, wäre, die Muslime hier in ihren Rechten und Pflichten zu stärken und sie strukturell gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen“, sagte er.

Mazyek mahnte zudem, klar zu unterscheiden zwischen religiösem Extremismus und dem Islam. Die Menschen, die sich radikalisierten, stünden sehr oft auch außerhalb der muslimischen Gemeinschaften.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Islamistischer Terror: In Deutschland sollen 130 potenzielle Attentäter leben"

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  • Na ob der Innenminister wirklich auch die Schläfer mit berücksichtigt hat. Potentielle Terroristen sind es ganz sicher mehr und bei Zuwanderungsfragen sollte man einfach mal einen anderen Kulturkreis wählen, wie wäre es mit Japaner, die derzeit unter einer Wirtschaftsflaute leiden oder Chinesen.

  • Ihr müsst richtig lesen. Friedrich hat gesagt, dass in Deutschland 130 potentielle Attentäter leben sollen. Also leben weniger in Deutschland.

    Ihr müsst nur richtig lesen, denn die deutsche Sprache ist eine schwere Sprache.

  • 27.03.2012, 15:03 Uhr karstenberwanger

    Mit Verlaub,
    da ist sie wieder, die gewollte Verblödungsmaschine aus der Politik!
    Verlogen die Zahl „130“ potenzielle islamische Attentäter!
    Unsere Politiker sind die größten Feinde unseres Volkes u. Landes, stoppen wir diese Lügner u. Plünderer, stoppen wir unsere Probleme!

    Die Politiker schaffen doch Deutschland ab, und nicht Deutschland schafft sich ab.

    Mir reicht der Terror auch schon lange! Täglicher Kulturterror, allein wenn man durch die Stadt geht, da kann ich @ karstenberwanger nur RECHT geben!

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