IT-Projekt
„Herkules“ wird ein teures Kind der Bundeswehr

Mit dem Projekt Herkules will die Bundeswehr ihre bisher nicht vernetzbare Telefon- und Computertechnik vereinheitlichen - und das wird teuer: Nach einem Zeitungsbericht hat sich das Verteidigungsministerium jetzt mit Siemens und IBM auf einen Preis verständigt, der weit höher liegt als der bislang kalkulierte.

HB BERLIN. Nach Informationen der „Frankfurter Rundschau“ soll das Konsortium SI aus IBM und Siemens Business Services (SBS) das System für 7,2 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren realisieren. Eine weitere Steigerung bei dem großen Beschaffungsprojekt der Bundeswehr werde zudem nicht ausgeschlossen. Zuletzt sei das Ministerium von Kosten in Höhe von mehr als 6,5 Milliarden Euro ausgegangen.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums konnte die Summe zunächst nicht bestätigen. Der Bericht sei von der Tendenz her aber richtig, sagte er auf Anfrage. Laut Zeitung gibt es im Finanzministerium keine grundlegenden Einwände gegen den vom Verteidigungsministerium ausgehandelten Vertrag.

Der frühere Verteidigungsminister Peter Struck hatte bemängelt, dass die Soldaten bisher mit veralteter Hard- und Software arbeiteten. Die Kritik mündete im Projekt „Herkules“, bei dem unter anderem 2 500 Mitarbeiter der Bundeswehr in eine dafür zu gründende Gesellschaft übernommen werden sollen.

Zunächst hatte für das Projekt eine Firmengruppe aus EADS, mobilcom und CSC Ploenzke vor zwei Jahren den Zuschlag bekommen. Die Verhandlungen scheiterten später jedoch. Aus dem dann erfolgreichen Konsortium ist die zunächst beteiligte Telekom-Tochter T-Systems mittlerweile ausgestiegen.

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