IWH-Studie Deutschland schreibt 2014 schwarze Zahlen

Wirtschaftsforscher des IWH in Halle legen eine optimistische Prognose zum Abbau der Neuverschuldung vor, ab 2014 sollen dauerhaft Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet werden. Der FDP liefern die Daten neue Argumente für baldige Steuersenkungen.
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Finanzminister Wolfgang Schäuble und Bundeskanzlerin Angela Merkel Quelle: DAPD

Finanzminister Wolfgang Schäuble und Bundeskanzlerin Angela Merkel

DÜSSELDORF. Deutschland wird nach Ansicht von Ökonomen ab 2014 dauerhaft Haushaltsüberschüsse erwirtschaften. Dies zeigen Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), die dem Handelsblatt vorliegen. „2014 wird der Gesamtstaat einen Überschuss von 0,25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), 2015 dann rund ein halbes Prozent erwirtschaften“, sagte IWH-Finanzexpertin Kristina van Deuverden. „Damit zeichnet sich bereits in der mittleren Frist wieder ein erweiterter Handlungsspielraum für die öffentliche Hand ab.“

Vor allem für die FDP dürfte das wie eine Einladung klingen, in den kommenden Wahlkämpfen erneut auf Steuersenkungen zu pochen und so aus dem Umfragetief zu kommen. Bereits am Wochenende hatte Wirtschaftswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) bekräftigt, „die Leistungsträger“ steuerlich „noch vor der nächsten Bundestagswahl“ entlasten zu wollen. Gleichzeitig deutete er an, seine Wachstumsprognose im Januar anheben zu wollen.

Bislang sperrt sich vor allem Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gegen niedrigere Steuern, weil er vor allem die Schuldenbremse im Auge hat, die im Grundgesetz verankert ist. Die Schuldenregel verpflichtet den Bund dazu, bis 2016 sein strukturelles Defizit auf höchstens 0,35 Prozent des BIP zu senken. Die Länder dürfen ab 2020 in konjunkturell normalen Zeiten überhaupt kein Defizit mehr machen.

Das IWH geht nun davon aus, dass diese Ziele viel früher erreicht werden. Bereits 2014 seien die öffentliche Haushalte strukturell ausgeglichen, prognostizieren die Wirtschaftsforscher. Voraussetzung sei allerdings, dass die Regierung ihre Konsolidierungsabsichten umsetze und keine weiteren kostspieligen Programme auf den Weg gebracht würden, mahnt IWH-Expertin van Deuverden.

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20 Kommentare zu "IWH-Studie: Deutschland schreibt 2014 schwarze Zahlen"

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  • [1] cride

    seien Sie doch mal ein bisschen optimistischer! An etwas glauben, auch wenn wir es nicht erreichen können, beruhigt einen mindestens bis zu dem genannten Zeitpunkt :-)

  • [1] cride

    seien Sie doch mal ein bisschen optimistischer! An etwas glauben, auch wenn wir es nicht erreichen können, beruhigt einen mindestens bis zu dem genannten Zeitpunkt :-)

  • @16] Hubertus,
    bitte rufen Sie bei der Stadtreinigung um ihr Einsatzort zu erfahren.
    Mit zu bringen sind: Schneeschieber, Handschuhe, feste Schuhe und Proviant für den eigenen bedarf.
    MfG
    ihre Stadtreinigung

  • ich bin alt und schon Rentner. Dass Deutschland irgendwann schwarze Zahlen schreiben wird habe ich schon so oft gehört, immer ist etwas dazwischen gekommen; die Wiedervereinigung, die Wirtschaftskrise, der Erdölschock etc. etc.
    Also, ich bin wirklich gespannt was diesmal dazwischen kommt. Wieso wäre sonst Deutschland, stärkste Wirtschaft Europas und mit permanenten Exportüberschuss, mit knapp 80% von biP überschuldet?
    Wie sollen es Länder wie Griechenland oder Portugal schaffen wenn sogar Deutschland es nicht schafft?

  • @ Hubertus, hören sie doch auf mit diesen nazistischen bemerkungen! Wem nichts vernünftiges einfällt der plappert einfach das Geschrei anderer nach, das hatten wir schon mal in Deutschland. Hören sie auf damit.
    Das Deutschland keinen "ausgeglichenen" Haushalt bekommen wird und kann dürfte jedem klar sein. Als Aufgabe zur Lösung könnte man diese sogar 4 Klässern vorsetzen. Schwachsinn und Verdummung sowas.

  • die ganzen "experten", die den ganzen tag nichts anderes zu tun haben, als zu hause vor ihren computern zu sitzen und mit ihrem halbwissen (wenn überhaupt) die artikel hier kommentieren, sollte man alle zum schneeschieben verdonnern. dann wäre der riesenposten im etat, der jedes jahr für sozialleistungen draufgeht, wenigstens kein rausgeschmissenes geld.

  • Die geistige Verwirrung in diesem unserem Land ist wahrlich so groß, daß sie gar nicht mehr wahrgenommen wird!

    Erst wenn ALLE Schulden bedient sind, ist Tinte für schwarze Zahlen da!!!

    Wer eine getilgte Monatsrate mit einem getilgten Darlehen gleichsetzt, LÜGT !!! Die Schulden müssen den Einnahmen gegenübergestellt werden. Es gibt keinen ausgeglichenen Haushalt der bundesregierung, aber es gibt Wortschöpfungen, welche die Lage verschleiern.

    Eine Lüge durch Mandatsträger ist nicht durch die immunität gedeckt.

  • KÖSTLiCH!

  • Einfach nur eine lächerliche Weihnachtsgeschichte. JEDER ernsthafte Kommentar ist da überflüssig!

  • Natürlich haben Prognosen ihre Daseinsberechtigung. Jedoch sollte eine solche auch so gekenntzeichnet sein, indem zwischen good-case, normal-case und bad-case unterschieden wird.
    in diesem Artikel wird nur der good-case beziffert. Vielleicht haben die Verantwortlichen Forscher auch die anderen Szenarien numerisch erwähnt, jedoch ist dies nicht ersichtlich. in diesem Fall geht die Kritik an den Autor des Artikels.

    Sollte eine Umweltkatastrophe allein Grund für ein Defizit im prgnostizierten Zeitrahmen sein sollte, dann ist das ok. Jedoch ist die Konjunktur keine Umweltkatastrophe und muss im groben Rahmen miteingeplant werden. Das Problem ist, dass die Wirtschaftsexperten in guten Zeiten meistens davon ausgehen, dass das Wirtschaftswachstum etwas abschwächt und nicht davon, dass eine blase platzt und es abrupt nach unten geht, obwohl dies in der Vergangenheit viel häufiger der Fall war. Dennoch werden die Rechenverfahren für die Prognosen nicht angepasst. Es sollte zu denken geben, wenn mancher Laie permanent bessere Prognosen für das Wirtschaftswachstum abgibt, als die Experten

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