Jahresbericht Deutsche Einheit
Erst Boom, dann Flaute

Wie geht es Ostdeutschland wirtschaftlich? Der Jahresbericht der Regierung, aus dem eine Zeitung vorab zitiert, sieht noch immer einen „merklichen Nachholbedarf“ gegenüber dem Westen. Doch es gibt auch gute Nachrichten.
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DresdenDer wirtschaftliche Aufholprozess in Ostdeutschland tritt nach Einschätzung der Bundesregierung auf der Stelle. Die Entwicklung habe sich in den vergangenen Jahren „deutlich abgeschwächt“, zitiert die „Sächsische Zeitung“ aus dem Jahresbericht Deutschen Einheit, den die Bundesregierung am Mittwoch vorstellen will. Auch der Abstand in der Arbeitsproduktivität habe sich zuletzt nicht mehr „wesentlich verkürzt“.

Insgesamt registriert der Bericht demnach eine beachtliche Steigerung der Wirtschaftsleistung in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung. Das Bruttoinlandsprodukt habe sich von 1992 bis heute in etwa verdoppelt. Aber „ab etwa 1997 hat sich der jährliche Zuwachs deutlich abgeschwächt“. Das Bruttoinlandprodukt je Einwohner - ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit - lag demnach 2013 im Osten bei 66,6 Prozent des Westniveaus

Insbesondere bei der Angleichung der Wirtschaftskraft, der Löhne und auf dem Arbeitsmarkt haben die neuen Länder deshalb nach Einschätzung der Bundesregierung „noch einen merklichen Nachholbedarf“.

In vielen Lebensbereichen seien allerdings bereits gleichwertige Lebensverhältnisse erreicht: Der Verfall der Innenstädte im Osten sei aufgehalten, die verheerende Umweltverschmutzung gestoppt worden. Viele Altlasten seien beseitigt, die Wohnsituation der Haushalte habe sich deutlich verbessert. Das Verkehrsnetz wurde neu- und ausgebaut, der Zugang zu Bildungsgängen sei so offen wie nie zuvor.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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