Jahresempfang der Wirtschaft
Merkel drängt Wirtschaft zur Annahme von Staatshilfe

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich optimistisch gezeigt, dass Deutschland die Wirtschaftskrise bewältigen wird. „Ich glaube, weil wir die Herausforderung des Aufbaus der Bundesrepublik, der deutschen Einheit, so gut gepackt haben, können wir voller Zuversicht sagen: Diese Krise werden wir auch meistern“, sagte sie am Freitag beim Jahresempfang der Wirtschaft in Mainz vor mehreren tausend Menschen.

HB MAINZ, In den kommenden beiden Jahren würden in den Konjunkturpaketen 80 Mrd. Euro eingesetzt, um die Rezession abzufedern, sagte Merkel am Freitag vor mittelständischen Unternehmern in Mainz. Das werde aber nur gelingen, wenn die staatlichen Hilfen auch angenommen werden. „Nutzen Sie die Angebote, damit wir in dieser schwierigen Situation gemeinsam für unser Land etwas machen“, appellierte Merkel an die Wirtschaftsführer. Sie verwies etwa auf die neuen Möglichkeiten von Kurzarbeit insbesondere auch bei kleinen Betrieben.

Merkel verteidigte zugleich die Milliarden-Hilfen für die Banken. „Das war unser erster wesentlicher Hilfsschritt für den Mittelstand, weil sonst alles kollabiert wäre“, betonte sie. Ferner warb Merkel um Verständnis dafür, dass die Autoindustrie besonderer Unterstützung bedürfe. Schließlich seien von dieser Schlüsselbranche auch Chemie-, Stahl und Zulieferindustrie abhängig. Die Autohersteller forderte Merkel dazu auf, „mit den Zulieferern besser umzugehen“.

Zur Stützung der Autoindustrie hat die Regierung unter anderem eine Abwrackprämie beschlossen. Danach kann die Prämie von 2500 Euro für einen Neu- oder Jahreswagen beantragt werden, der bis zum Jahresende gekauft und zugelassen wurde. Der Käufer muss dafür einen mindestens neun Jahre alten Wagen verschrotten, der mindestens ein Jahr auf ihn zugelassen war. Nach Medienberichten stieg die Zahl der Autoverkäufe seit Inkrafttreten der Verordnung vor einer Woche deutlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%