Jahreswirtschaftsbericht 2004 vorlegen: Bundesregierung: Kaum Besserung auf Arbeitsmarkt

Jahreswirtschaftsbericht 2004 vorlegen
Bundesregierung: Kaum Besserung auf Arbeitsmarkt

Am kommenden Mittwoch wird der Jahreswirtschaftsbericht 2004 vorgelegt. Die Bundesregierung sieht die Weltkonjunktur im kommenden Jahr kräftig wachsen. Im Schlepptau des Aufschwungs werden auch die Deutschen von der Erholung profitieren. Bezüglich der Beschäftigungslage zeigt sich die Regierung unterdessen verhalten: Die Zahl der Erwerbstätigen wird im Verlauf des Jahres nur leicht zunehmen.

HB BERLIN. Die Bundesregierung setzt bei der für 2004 erwarteten wirtschaftlichen Erholung in Deutschland zunächst auf Impulse aus dem Ausland, die später auch die Binnenkonjunktur ankurbeln werden. „Der begonnene Reformprozess trägt zusammen mit einer dynamischeren weltwirtschaftlichen Entwicklung dazu bei, dass Konsumenten und Investoren wieder stärkeres Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gewinnen“, heißt es im Entwurf des Jahreswirtschaftsberichts 2004 der Bundesregierung, der Reuters am Freitag vorlag. Im Schlepptau der anziehenden Weltkonjunktur werde Deutschland seine Mitte 2003 begonnene Erholung fortsetzen und zunächst vor allem über die Exporte profitieren. Dies werde sich günstig auf die Ausrüstungsinvestitionen auswirken.

Auch wegen der jüngsten Reformen setzt die Regierung auf einen stärkeren privaten Konsum als in den vergangenen Jahren. Sie rechnet allerdings nur noch mit einem Anstieg um 1,2 Prozent, nachdem sie im Oktober noch von einem Plus von 1,5 Prozent ausgegangen war. Die Regierung geht weiter von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 bis zwei Prozent aus und bezeichnete wie die meisten Volkswirte etwa den starken Euro als Risikofaktor.

Deutliches Export- Plus trotz Euro-Stärke erwartet

Das Bundeswirtschaftsministerium will den Jahreswirtschaftsbericht am Mittwoch vorlegen und lehnte einen Kommentar zu dem Entwurf ab. Impulse für die deutsche Wirtschaft erhofft sich die Bundesregierung in erster Linie von einer globalen Konjunkturerholung und einem deutlich stärkeren Welthandel als in den vergangenen beiden Jahren. Getragen werde dies von den USA, Asien sowie den mittel- und osteuropäischen Ländern. „Deutschland wird von der Beschleunigung des Welthandels spürbar profitieren“, heißt es im Entwurf des Jahreswirtschaftsberichts. Die deutschen Exporte würden im laufenden Jahr um 5,8 Prozent wachsen nach einem Plus von nur 1,1 Prozent in 2003. Damit werde der Außenhandel 2004 wieder einen positiven Wachstumsbeitrag von 0,5 Prozentpunkten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) leisten. Im vergangenen Jahr hatten die stärker wachsenden Importe noch für einen Wachstumsbeitrag von minus 0,2 Prozentpunkten gesorgt. „Die Dynamik der deutschen Ausfuhren im ersten Halbjahr 2004 wird jedoch durch die deutliche Euro-Aufwertung gedämpft“, hieß es weiter. Über den Höhenflug der Gemeinschaftswährung auf zuletzt knapp 1,29 Dollar hatten sich in den vergangenen Wochen Volkswirte, Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) und auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) besorgt geäußert. Die Bundesregierung legt ihrer Prognose dem Entwurf zufolge Wechselkurse auf dem aktuellen Niveau zu Grunde.

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