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03.04.2008 
Studie

Jobcenter kaum erfolgreicher als Bundesagentur

Schneller und effizienter sollten die privaten Jobvermittler sein. Laut einer aktuellen Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sieht das jedoch anders aus.

Auch nicht schlechter als private Jobenter: Die Bundesagentur für Arbeit. Foto: apLupe

Auch nicht schlechter als private Jobenter: Die Bundesagentur für Arbeit. Foto: ap

HB NÜRNBERG. Privatunternehmen sind bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen kaum erfolgreicher als die Bundesagentur für Arbeit (BA). Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, das selbst zur BA gehört.

Demnach stiegen die Beschäftigungschancen von Arbeitslosengeld-II-Empfängern, die einem Privatvermittler zugewiesen wurden, je nach Teilgruppe gar nicht oder nur in geringem Umfang. Aus der Statistik geht hervor, dass private Vermittler nur bei wenigen Gruppen erfolgreicher sind als die staatlichen Agenturen. Dazu gehörten ostdeutsche Männer unter 25 Jahren, ostdeutsche Geringqualifizierte, westdeutsche Frauen über 50 Jahren sowie westdeutsche Männer aus Ausländerfamilien.

Dies liegt nach Einschätzung des IAB möglicherweise daran, das private Vermittler wegen Engpässen in den Jobcentern Anfang 2005 häufiger als in den darauffolgenden Jahren eingeschaltet wurden. Nach diesen Zahlen betreuten private Vermittler im Jahr 2005 noch etwa 157  000 Empfänger von Arbeitslosengeld. Im vergangenen Jahr waren es lediglich noch 50 000. Die Einschaltung privater Vermittler habe mit der besseren Personalsituation der Jobcenter an Bedeutung verloren. Zudem sei die Beauftragung Dritter mit großem Verwaltungsaufwand verbunden, betonte das IAB.
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