Jobsicherung
SPD unterstützt Pläne der Metallindustrie

Die Metall- und Elektroindustrie bekommt für ihre Initiative für eine Jobsicherung durch kürzere Arbeitszeiten Unterstützung der SPD. Fraktionsvize Hubertus Heil signalisierte Interesse an den Ideen der Gewerkschaft und der Arbeitgeber, die sich für eine 28-Stunden-Woche in Krisenbetrieben stark machen.
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BERLIN. Die Metall- und Elektroindustrie rennt bei ihrer Initiative für die Jobsicherung durch kürzere Arbeitszeiten offene Türen bei der SPD ein. „Ich finde, das ist eine sehr interessante Idee“, sagte Fraktionsvize Hubertus Heil dem Handelsblatt (Doonnerstagausgabe). Der Vorstoß verdiene es, „dass man sich darüber mit Gewerkschaft und Arbeitgebern zusammensetzt“.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die IG Metall hatten sich gemeinsam dafür stark gemacht, Jobs in Krisenbetrieben durch die neue Option einer 28-Stunden-Woche zu sichern. Parallel sollen dann auch die Lohnkosten um bis zu 20 Prozent sinken können. Um die Einbußen der Arbeitnehmer abzufedern, müsste nach Vorstellung der Metaller ein sogenannter Teillohnausgleich steuer- und abgabenfrei gestellt werden. „Wenn die Regierung eine solche Regelung befristet auf das Jahr 2010 durch Steuer- und Abgabenfreiheit unterstützt, dann könnte sich das unterm Strich für alle Beteiligten rechnen“, hatte Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser dem Handelsblatt gesagt.

SPD-Fraktionsvize Heil betonte, eine Steuerbegünstigung für diesen Zweck sei „allemal besser und arbeitsmarktpolitisch effektiver als ein Mehrwertsteuerprivileg für das Hotelgewerbe“. Union und FDP wollen mit ihrem „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ den Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie von 19 auf sieben Prozent senken. Kannegiesser hatte gefordert, der Jobsicherung Vorrang vor höheren Familienleistungen zu geben.

Dietrich Creutzburg
Dietrich Creutzburg
Handelsblatt / Korrespondent

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