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Gazprom-Vizechef weist Kritik an Schröder zurück

dpa-afx BERLIN. Der russische Gazprom-Konzern hat die Berufung von Alt-Kanzler Gerhard Schröder zum Aufsichtsratschef der deutsch- russischen Gaspipeline-Gesellschaft gegen massive deutsche Kritik verteidigt. "Hysterie der Presse" diene nur als Vorwand, das Projekt zu torpedieren, sagte der Vizevorstandschef von Gazprom, Alexander Medwedew, am Dienstag bei einem Kolloquium in Berlin. Man müsse unterscheiden zwischen "destruktiven Pessimisten" und "konstruktiven Optimisten", sagte Medwedew. "Wir sind froh, glücklich und stolz, dass Herr Schröder die Aufgabe angenommen hat."

Die Aktionäre - Gazprom und die beiden deutschen Gesellschaften Eon und BASF - hätten die Entscheidung über die Wahl Schröders Ende vergangener Woche gefällt. Sie sähen in ihm "einen Mann, der große internationale Projekte bewältigen kann", sagte der Gazprom-Manager. Dabei stellte er den "guten Ruf" und das große Gewicht Schröders heraus, der in der EU Gehör finde. Immerhin handele es sich bei der künftigen Energieversorgung um ein schwieriges Geschäft.

Medwedew verteidigte Schröder auch in der Frage seiner künftigen Aufsichtsratsbezüge. Der Manager, der ebenfalls im Aufsichtsrat sitzen wird, weiß nach eigener Aussage bisher selbst noch nichts über seine eigene Vergütung - auch Schröder könne seine Bezüge noch nicht kennen.

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