Jüngere Menschen
Bischöfin regt besseren Kündigungsschutz an

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Margot Käßmann, fordert neue Konzepte im Kündigungsschutz, um der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft zu begegnen.
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HB DÜSSELDORF. "Es wäre doch mal eine innovative Lösung zu sagen: Müsste nicht für die jungen Leute statt für die älteren der Kündigungsschutz viel höher sein?", sagte Käßmann im Interview mit dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). Dann hätten sie beispielsweise für zehn Jahre eine Perspektive, und könnten sich eher dafür entscheiden, Vater oder Mutter zu werden. "Da wünsche ich mir mehr Kreativität", sagte Käßmann. "Die brauchen wir, wenn die demografische Entwicklung nicht weiter negativ sein soll." Bei vielen Arbeitnehmern sei die Angst um den Arbeitsplatz ganz zentral und bei den jungen Leuten die Sorge, ob sie überhaupt eine Arbeit bekommen. "Und wir wissen ja, dass beispielsweise Familiengründung ganz stark an sozialer Absicherung hängt", mahnte die Bischöfin.

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum

Kommentare zu " Jüngere Menschen: Bischöfin regt besseren Kündigungsschutz an"

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  • Schlecht ist der Gedanke ja erstmal nicht, aber ein wenig einseitig gedacht... Wer stellt denn junge Leute ein, die er nur schwer wieder losbekommt? Jung zu sein, darf auch kein "Freibrief" sein, sich mehr erlauben zu können als andere. Und spätestens bei der Gleichberechtigungsfrage treten dann wirklich Probleme auf, wenn man diesen Ansatz weiter verfolgen wollte.
    Die "jungen" Leute bekommen meiner Meinung nach net weniger Kinder, weil sie Angst vor einer Kündigung haben, sondern eher, weil sie sich schlicht und einfach auf ihre Karriere konzentrieren und dabei keine großen Gedanken an Familie verschwenden. Klar, letztendlich macht man Karriere, um mehr Geld zu verdienen und seiner zukünftigen Familie mehr bieten zu können, aber bis es soweit ist, bleibt die Familie ganz einfach außen vor, da ändert auch nen veränderter Kündigungsschutz nicht viel. So seh ich das jedenfalls...

  • Sehr geehrte Frau bischöfin Käßmann,
    ich verstehe ihr Ansinnen nicht. Von der Wirtschaft und Politik, wird uns älteren Arbeitnehmern immer wieder erzählt man brauche uns, unser Wissen weniger Kranktage usw. nun kommen Sie mit diesem Vorschlag für die jungen. ich wüsste gerne von ihnen was sie dazu bewogen hat einen solchen Vorschlag im Handelsblatt zu machen. Haben sie nicht große Probleme in ihrem eigenen Verein? Hier einige beispiel: Kirchenaustritte, einbrechende Kirchensteuer, kommen sie wieder auf den boden zurück, und kümmern sich zuerst um diese Probleme. Wir haben genug Leute die gescheite daher Quatschen, nicht jetzt sie auch noch.
    Danke.

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