Jürgen Trittin
Grüne stellen Bedingungen für Ja zu „Patriot“-Mandat

Die Grünen wollen nur unter bestimmten Voraussetzungen ihr O.K. zur Entsendung von deutschen Soldaten und der „Patriot“-Luftabwehrraketen an die türkisch-syrische Grenze geben.
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HamburgDie Grünen stellen Bedingungen für ihre Zustimmung zu einer Entsendung von deutschen Soldaten und "Patriot"-Luftabwehrraketen an die türkisch-syrische Grenze. "In einem solchen Mandat müsste unzweifelhaft klargestellt werden, dass es über und auf dem Gebiet Syriens keinerlei militärische Operationen gibt", sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Er fügte hinzu: "Wir wollen auf keinen Fall, dass Deutschland in einen Bürgerkrieg in Syrien reingezogen wird oder dass es zu einer weiteren Eskalation kommt." Die Bundesregierung müsse sich eindeutig von der Einrichtung einer Flugverbotszone abgrenzen. Trittin sagte weiter, dass man eine Bitte des NATO-Partners Türkei "nicht leichtfertig vom Tisch wischen" könne. Die Türkei bitte "aus Angst vor einem zerfallenden Staat, der zudem über Chemiewaffen und Tärgersysteme verfügt, um Solidarität".

Die Türkei hatte vergangene Woche bei der Nato offiziell die Verlegung von "Patriot"-Luftabwehrsystemen an ihre Grenze zu Syrien beantragt. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) will die Bitte der Türkei zur Verlegung deutscher "Patriot"-Luftabwehrsysteme an die Grenze zu Syrien spätestens Anfang Dezember durch den Bundestag bringen.

 
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Jürgen Trittin: Grüne stellen Bedingungen für Ja zu „Patriot“-Mandat"

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  • Hier ein interessanter Artikel eines ehemaligen Oberstleutnant zum Thema:

    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1217

    Dies alles dient der Provokation eines großes Krieges in der Region. Und die GRÜNEN Menschenfeinde natürlich wieder mit dabei.

  • ist der Trittin nun der neue Verteidigungsminister?

  • Die Pazifisten-Partei der Grünen zeigt einmal mehr ihr wahres Gesicht. Taxi-Fischer wagte es als erster Nachkriegs-Aussenminister überhaupt, deutsche Soldaten wieder in kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa einzsetzen. Unvergessen bleibt, mit welch historischer Ignoranz er die Bombardierung Belgrads durch die Bundeswehr anordnete, welches schon im 2.WK durch die Luftwaffe schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Geschichte wiederholt sich eben doch machmal, nur hängen die Marionetten an anderen Händen.

    Dosenpfand-Trittin wird auch jetzt wieder den Einsatz der Bundeswehr in den Weiten Anotoliens abnicken. Ob ihm die Türken hierfür ein Denkmal in Istanbul errichten wie dereinst Kaiser Wilhelm, bleibt abzuwarten.

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