Jürgen Trittin
Regierung fehlt Mut in der EU-Politik

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin kritisiert in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt die EU-Politik der Regierung. Deutschland müsse mehr Verantwortung für ein stabiles Europa übernehmen.
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Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, fordert die Bundesregierung auf, in Europa mehr Führung zu übernehmen. "Wir brauchen eine demokratische europäische Wirtschaftsregierung, bei der die nationalen Parlamente und das Europäische Parlament eine starke Kontrollfunktion haben. Wir brauchen außerdem eine Wachstumsstrategie für Europa, da bloßes Sparen nicht aus der Krise führen wird. Vor allem aber brauchen wir eine Rückbesinnung auf eine der wichtigsten nationalen Interessen Deutschlands: eine stabile EU. Alles andere schadet Deutschland enorm.

Dazu muss Deutschland in Europa endlich wieder vorangehen und Verantwortung übernehmen", schreibt Trittin in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. Die Bundesregierung müsse den Mut haben, sich auch gegen den Boulevard offensiv zum Integrationsprozess zu bekennen und den Menschen mit einem europäischen Leitbild Orientierung zu geben.

Merkels Entgegnung auf die von Altkanzler Kohl und Bundespräsident Wulff geäußerte Kritik und ihr Verweis auf „neue Zeiten und Herausforderungen“ offenbare vor allem Hilflosigkeit. "Der Rückhalt bei ihren eigenen Leuten für einen zunehmend sprunghaften und fehlgeleiteten politischen Kurs schwindet. Die Kanzlerinnendämmerung ist unübersehbar, " so Trittin.

Schaffe Merkel es nicht, im Bundestag die eigene Mehrheit für die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms EFSF hinzubekommen, seien ihre Tage als Bundeskanzlerin gezählt. "Jetzt fällt Merkel ihr Zickzack-Kurs in der EU-Schuldenkrise auf die Füße. Ihr Zögern, Zaudern und Taktieren hat die Kosten zur Rettung der verschuldeten Staaten in die Höhe getrieben."

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Merkel macht sich zur Zielscheibe

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  • Ihre Geschichtskenntnisse sind wohl ziemlich mangelhaft. Die Sowjetunion auch das "Völkergefängnis" genannt ist auseinandergebrochen, das sozialistische multikulturelle Jugoslawien ist blutig. auseinandergebrochen.Das k.u.k. östereichisch-ungarische Kaiserreich ist auseinandergebrochen. Die indische Union hat sich gespalten in Indien und Pakistan. Nur soweit was mir gerade einfällt. Nennen Sie mir einen multiethnischen zentralregierten Bundesstaat (nicht föderalen Staatenbund), der nicht früher oder später aufgrund ethnischer und sozialer Spannungen und Konflikte gescheitert wäre, Sie werden lange suchen müssen.

  • Ihre Geschichtskenntnisse sind wohl ziemlich mangelhaft. Die Sowjetunion auch das "Völkergefängnis" genannt ist auseinandergebrochen, das sozialistische multikulturelle Jugoslawien ist blutig. auseinandergebrochen.Das k.u.k. östereichisch-ungarische Kaiserreich ist auseinandergebrochen. Die indische Union hat sich gespalten in Indien und Pakistan. Nur soweit was mir gerade einfällt. Nennen Sie mir einen multiethnischen zentralregierten Bundesstaat (nicht föderalen Staatenbund), der nicht früher oder später aufgrund ethnischer und sozialer Spannungen und Konflikte gescheitert wäre, Sie werden lange suchen müssen.

  • Man kann getrost auf die Meinung des Herrn Trittin (Diplom-Sozialwirt) verzichten.
    Wenn man seinen Lebenslauf genauer betrachtet, kann man viel Kommunistisches Gedankengut feststellen.
    Für mich ist er eine große Gefahr, für die Demokratie in der BRD.
    Also HB. weniger ist manchmal mehr.
    Keine weitere Plattform, für Abwickler unseres Landes.
    Danke

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