SPD fordert Maßnahmen gegen die Jobkrise in Südeuropa

Jugendarbeitslosigkeit
SPD fordert Maßnahmen gegen die Jobkrise in Südeuropa

Die SPD schlägt angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa Alarm. Europaexperte Michael Roth hält ein Sofortprogramm für dringend nötig. Ansonsten werde sich die junge Generation von Europa abwenden.
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BerlinEs ist ein gravierendes Problem der Krisenländer: die hohe Arbeitslosigkeit. In dieser Woche brachte der italienische Ministerpräsident Enrico Letta unmissverständlich auf den Punkt, dass er von der Europäische Union rasch Schritte gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit forderte. Das Thema müsse für die EU „im Mittelpunkt von allem“ stehen. Politiker könnten es nicht als normal ansehen, dass in EU-Staaten jeder dritte oder gar jeder zweite junge Mensch keine Arbeit habe. „Das darf nicht sein, das ist nicht normal, das ist unerträglich und unmöglich“, betonte der italienische Ministerpräsident. Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit müsse für die EU zur „Besessenheit“ werden.

Dass dies noch nicht hinreichend geschehen ist, zeigt auch der Umstand, dass viele junge Südeuropäer wegen der Jobkrise ihre Länder verlassen und ihr Glück in Deutschland versuchen. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden.

Die Entwicklung ist nicht verwunderlich: In Italien hat deutlich mehr als jeder dritte Jugendliche keinen Job, in Spanien ist mehr als jeder Zweite betroffen und in Griechenland liegt die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen sogar bei fast 60 Prozent. Statistisch war im März in den 27 EU-Staaten jeder Vierte in dieser Altersgruppe arbeitslos.

Vor diesem Hintergrund forderte der europapolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Roth, ein Aufbauprogramm für Süd-Europa. „Vor allem brauchen wir schnellstmöglich Maßnahmen im Kampf gegen die beschämend hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa“, sagte Roth Handelsblatt Online. „Die von den Staats- und Regierungschefs beschlossenen sechs Milliarden Euro für sieben Jahre sind nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.“ Bei 5,4 Millionen jungen Arbeitslosen entspreche die Summe „mickrigen“ 150 Euro pro Kopf und Jahr - damit lasse sich nicht viel bewegen.

Roth verlangte von der die Bundesregierung, endlich ein Sofortprogramm gegen die Jugendarbeitslosigkeit auf den Weg zu bringen, das diesen Namen auch wirklich verdiene. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die junge Generation in vielen Ländern enttäuscht von Europa abwendet“, betonte der SPD-Politiker.

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„Packt die neoliberale Abrissbirne ein!“

Kommentare zu "SPD fordert Maßnahmen gegen die Jobkrise in Südeuropa"

Alle Kommentare
  • Ob das zielführend ist darf dann doch bezweifelt werden !
    Gerade die SPD fordert sowas , wo wir doch gerade von der SPD konträre "Aufmacher" gewohnt sind !

    Unter Schröder konnten wir was von 5,9 Millionen Arbeitslosen lesen , unter wesentlich besseren Bedingungen , wir hatten weder eine Wirtschafts und Finanzkrise , noch gab es "Dauer Überweisungen "an Griechenland .
    Die Zeitarbeit hat Schröder und Trittin zu dem gemacht was sie heute ist , Rüstungsexporte gab es in großem Umfang und dennoch hatte Deutschland die höchste Arbeitslosigkeit seit Machtergreifung der Nationalsozialisten !
    Heute haben wir all die Probleme mit Griechenland und diversen Krisen und dennoch lasen wir in den Zeitungen was von 2,9 Mio arbeitslosen .
    Ich denke die Sozialisten (Linke) sind das Hauptproblem wenn das Thema Arbeitslosigkeit zur Debatte ansteht .
    Rote --> Linke und Grüne sind die , die Arbeitsplätze bewusst vernichten , der jüngste beweis ist das Tempolimit-geseusel vom Herrn Gabriel !!!

  • Teil 2/2

    Die URSACHEN sind BEKANNT und die LÖSUNGEN sind BEKANNT und was VERBRECHEN sind WISSEN sie und doch wird der ANDRE WEG gegangen also das ist der BEWEIS , dass ich in EINER VERBRECHER WELT lebe und ist VON " DIE " GARNICHT ANDERS GEWOLLT . HABEN ZIEL .
    Frank Frädrich
    Die herrschende Politik ist nicht Sachzwang-geleitet , sondern Interessen-diktiert .
    Sie hat Profiteure und DIESE ZIEL : WELTHERRSCHAFT .
    Deren Einfluss allerdings begründet sich nicht in Wählerstimmen , sondern in wirtschaftlicher Macht über die MEDIEN / PARTEIEN und SONDERRECHTE sowie DAS RECHT ZENSIEREN ZU DÜRFEN , und über die MEDIEN steuert Man die Tiere . Wenn die Mensch sagen MEINEN die . . .
    UND GELD NUR EINE WAFFE .
    Politiker haben mehr ANGST vor den Medien TODSCHLAG als um eigene LEBEN und das NUR ZUM ERHALT ihrer SOZIALSTUFE .
    Frank Frädrich
    Es gibt WAHRHEITEN , in dieser WELT , die KENNEN NUR ZWEI Augenpaare aber doch ÄNDERN sie die WELT .
    Frank Frädrich
    "! Das Einzige , was das Böse braucht , um zu triumphieren , sind gute Menschen , die nichts dagegen tun . "
    (Edmund Burke)
    Nur Menschen SIND IN der LAGE WÜSTEN zu ERSCHAFFEN und HABEN SCHON und sind bei ! Ist das INTELLIGENZ oder KULTUR ? Ich weiss . . . Die GESCHÄFTE LAUFEN ZU GUT und die von RESTE LEBEN müssen , müssen ja . . . , müssen sich ja auch am Kacken HALTEN . WENN'S SO IST , wer DANN MENSCH ??? Alle doch NUR EIGENE SOZIALLEITER im Kopf oder AM KACKEN BLEIBEN .
    die NUR ZEIT TODSCHLAGENDEN ZÄHLEN GARNICHT . AUSWEG ? . . . BGE . . .
    Frank Frädrich
    JEDER wird VERBRAUCHT , wie er es braucht , WENN und Wie andere es BRAUCHEN . ABER ALLBEWUSSTE NICHT , da NICHT BENUTZBAR , da NACH EIGENE MORAL HANDELN und DIESE NICHT NUR FÜR sich , ihm WICHTIG SONDERN ihm MEHR WERT ALS DAS LEBEN .
    Frank Frädrich

    Gott
    Souverän sich .

  • Teil 1/2

    ACH ! IST DOCH SO :
    "
    „ SIE „ müssen das Volk weiter VERSKLAVEN und ÄRMER machen lassen , damit DIE hier MEHR verdienen als woanders , in der Welt .
    Das Geld . . .
    Dies Problem haben ALLE Länder , dieser Welt : SIE müssen bei mir mehr verdienen als woanders , in der Welt .
    So sind ALLE Länder nur Sklaven der Börsen und gegen NATUR ?
    MORAL Und KULTUR kommen NICHT gegen die ZAHLEN des GELDES AN und für DIE ist es NUR EINFACHE Mathematik aber NUN ERKANNT : ESM war von ZIONS das ZIEL , für IMMER und NUN BANKENKOTROLLE . . . "
    Frank Frädrich
    und " MAN " NUTZT :
    „ Der typische Demokrat ist immer bereit , die theoretischen Segnungen der Freiheit gegen etwas einzutauschen , was er gebrauchen kann .“
    Henry Louis Mencken
    "Bekommen WIR deshalb NICHT DIE Freiheit : das BGE , was das einzige ist was ALLEN DIE FREIHEIT GEBEN KANN ? "
    Frank Frädrich

  • Ist die Jugendarbeitslosigkeit ein neues Problem ?

    Nein, sie wird uns nur immer bewusster. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft in der kaum platz ist für die vielen Individualisten unter uns.

    Die Werbeindustrie gibt uns jungen Menschen viel reizbares, wünsche und träume entstehen. Um glücklich zu werden müssen wir an Geld kommen. Aber viele bekommen keine Arbeit. So werden die eigenen Ziele unerreichbar. Das macht wiederum unglücklich. Trotz vieler Bewerbungen ständig nur absagen. Das Zerstört die Motivation. Hin und wieder wird man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Von Hunderten Bewerbern schaft man es unter die top 20. Am ende schaft es nur einer. Der Beste.

    Ich denke nicht das ich eine Lösung für diese Entwicklung habe. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen das dass eigentliche Problem der hohen Jugendarbeitslosigkeit ganz wo anders liegt.

    Zwei kleine beispiele. Die Börse Umsatz, Gewinn, "WACHSTUM" ... Alle wollen wachsen mehr mehr mehr. Ein Baum wächst, erreicht seine höhe und entwickelt sich langsam Proportional zu dem restlichen teil. Man findet glaube ich in der Natur kein Baum dessen Stamm so schwach ist das er durch sein Eigengewicht irgend wann zusammenfällt.

    Dieses Thema Jugendarbeitslosigkeit ist ein sehr sehr großes und komplexes Thema das man dazu mehr als 2000 Zeichen braucht.

    Ich gehöre zu den jungen Menschen die kein festen Arbeitsplatz finden. Selten bekomme ich eine Arbeit und wenn dann ist es ein zeitlich begrenzter Vertrag. Keine gute Voraussetzung für Zukunftspläne. Eine Ausbildung habe ich gemacht aber nur weil meine Eltern mir eine Private Berufsausbildung finanzieren konnten. Im Anschluss machte ich meine Fachabi und spiele nun mit dem Gedanken Studieren zu gehen. Um dann irgend wann als Verkäufer in einem Laden zu Arbeiten. Mit der Zeit wird man älter. Ich bin inzwischen 27. Mit 26 habe ich mein Fachabi gemacht seit dem suche ich nach Arbeit ... ohne erfolg und die Motivation lässt langsam nach ...

  • Gut, dass sich die SPD um die Belange der Südeuropäer sorgt.

    Jetzt müssen sich die SPDler nur noch allesamt nach Südeuropa aufmachen, die deutschen Parlamente räumen, und dann können sie sich dort im Süden zur Wahl aufstellen.

    Hier vermisst die (A-)Sozialdemokraten sicher keiner.

  • Es gibt noch viel bessere Vorschläge für die SPD: Lasst uns unendlich viel Geld drucken und jedem so viel geben, dass es für privaten Konsum, Gesundheits- und Altersvorsorge, Reisen, Mobilität und außerdem für soziale Programme außerhalb Europas reicht. Noch besser wäre es, wenn wir Armut einfach per Gesetz verbieten. Mindestlöhne sind natürlich ein Muss! Dabei ist es völlig egal, ob es für die Dienstleistungen oder Produkte überhaupt einen Markt gibt oder nicht! Und dazu sollte es noch zusätzlich Bonuszahlungen geben, denn es ist ja für Europa! Und den Superreichen wird alles weggenommen: Haus, Auto, Aktien, Anleihen usw. Der ESM hätte dann auch eine neue Bedeutung: (E)uropäische (S)oziale (M)aßlosigkeit! Das Leben wird wunderbar sein - Milch fließt durch den Rhein. Gebratene Enten und Tauben für jedermann. Angesichts solcher Utopien kann ich nur sagen: Wer ernsthaft erwägt bei der BTW der SPD auch nur eine halbe Stimme zu geben, der wird das Tor zur Hölle öffnen - oder ins Paradies! Je nach Blickwinkel, oder?!?

  • „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die junge Generation in vielen Ländern enttäuscht von Europa abwendet“, betonte der SPD-Politiker."

    Tja, bislang gelang es euch einigermaßen die Jugend einzulullen. Die standen bisher noch voll hinter dem Euro, weil sie einfach nichts anderes kannten und die Pro-Euro-Parolen mit der Muttermilch eingesogen haben. Aber das funktioniert nun nicht mehr.

    Und, werte SPD, wer kümmert sich um Zeitarbeiter, geringfügig Beschäftigte, Teilzeitarbeiter, denen man nicht mehr Stunden bewilligt? Gibt es in unserem Land nicht genug zu tun?

  • Schaeuble sorgt gegen BRD- Jobkrise vor !

    Und da gibt es gute Ansätze:

    Ein “Schlanker Staat“ statt Steuererhöhungen ist das Gebot der Stunde. Ein verfetteter Körper kann nur durch Sport wieder gesunden. Noch mehr Fett führt zum Tod. Die zügellose Plünderung der Staatskassen durch den aufgeblähten Politik- und Beamtenapparat, der seit Jahrzehnten reformunwillig zur Wahrung von Eigeninteressen seinen Personalstand und seine Bezüge aufstockt, führen letztlich auch bei uns zum Staatsbankrott.


    Den dringenden Reformbedarf bei unseren verkrusteten und viel zu teuren staatlichen Strukturen in der BRD wird Schaeuble jetzt anpacken. Zielsetzung ist die Reduzierung der Staatsquote von heute über 50% auf verträgliche 30% wie in anderen wirtschaftlich erfolgreichen und fortschrittlichen Staaten.


    1--Die Gehälter aller Staatsbediensteten werden in dem 4-jährigen Schaeuble- Programm pro Jahr um 10% gekürzt auf insgesamt 60% der heutigen Personalkosten. Das entspricht dem Zielwert von 100 Milliarden EURO statt unverantwortliche 160 Milliarden EURO aktuell.

    2--Von den jährlich eigesparten 60 Mia Euro wird Schaeuble eine Hälfte (30 Mia EURO) in die überfällige Entschuldung unserer Staatsfinanzen investieren.

    3--Die übrigen 30 Mia EURO werden in Steuersenkungen zum Ausgleich der seit Jahren am Parlament vorbei und illegal abkassierten Steuern durch die Kalte Progression investiert.

    Dann können die flexiblen unter den Staatsbediensteten ja selbst entscheiden, ob sie sich endlich mal um wertschöpfende Arbeit am freien Arbeitsmarkt bewerben wollen. Der verbliebene Restbestand wird dank Schaeuble deutlich effizienter mit den nötigen Verwaltungsaufgaben beschäftigt.

  • Dann muss die SPD erst einmal die Abschaffung des Euros fordern, denn der ist das Grundübel für alles Negative. Das hat sogar die AfD erkannt.

  • Weit und breit keine Vorschläge, die zukunftsfähig wären. Diese Gutmenschen sind an Anhnungslosigkeit kaum mehr zu überbieten.

    Sollen die Spanier noch mehr Brücken, Flughäfen und Häuser in die Pampa bauen, oder die Griechen ihre Jugendlichen zum Bleistiftspitzen verbeamten?

    Unternehmer (das sind die, die Arbeitsplätze schaffen) brauchen langfristige Perspektiven, verlässlich funktionierende Verwaltungen, Rechts- und Planungssicherheit. Bei unkündbaren Arbeitsverträgen und Schmiergeldforderungen in ungeahnter Höhe „investieren“ dort höchstens Scheinfirmen, die den Spieß umdrehen.

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