Junge Gruppe der Union

Politiker beharrt auf Abgabe für Kinderlose

Trotz Angela Merkels Machtwort hält der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Union weiter an einer Sonderabgabe für Kinderlose fest. Aufgeben kommt für Marco Wanderwitz nicht in Frage.
50 Kommentare
Deutschland hat zu wenig Kinder. Als Reaktion darauf schlägt die Junge Gruppe der Union eine Sonderabgabe für Kinderlose vor. Quelle: dpa

Deutschland hat zu wenig Kinder. Als Reaktion darauf schlägt die Junge Gruppe der Union eine Sonderabgabe für Kinderlose vor.

(Foto: dpa)

BerlinTrotz des klaren Neins von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Sonderabgabe von Kinderlosen beharrt der Initiator des Vorschlags auf einer stärken Belastung dieser Gruppe. „Wir werden nicht lockerlassen“, sagte der Vorsitzende der sogenannten Jungen Gruppe in der Union, Marco Wanderwitz, den „Ruhr Nachrichten“.

Deutschland benötige eine Milliardenreserve, um die steigenden Kosten der demografischen Entwicklung bewältigen zu können. „Wir werden darüber reden müssen, wer bezahlt. Und dann sind wir wieder bei demselben Personenkreis, den wir ins Auge gefasst hatten“, erklärte Wanderwitz. „Es reicht nicht, einfach Nein zu sagen wie Familienministerin Kristina Schröder (CDU).“

Das Machtwort der Kanzlerin bedeute nicht das generelle Aus für die Pläne: „Angela Merkel hat (.) auch gesagt, dass unser Grundanliegen berechtigt ist. Wir müssen andere Wege finden.“ Eine Möglichkeit sei es, Sozialversicherungsbeiträge nach der Kinderzahl zu staffeln: „Das muss man sich anschauen.“ Noch in dieser Legislaturperiode solle ein Familienausgleich eingeführt werden.

Auch der CDU-Parlamentarier Jens Spahn hatte an dem von Merkel zurückgewiesenen Vorschlag am Mittwoch festgehalten. Paare mit Kindern leisteten einen Beitrag zugunsten einer ausgewogeneren demografischen Entwicklung, den Kinderlose durch eine Abgabe an die Solidargemeinschaft ausgleichen sollten. Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, hatte das unterstützt und eine Rentenreform gefordert, die Kinderlose stärker belastet. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) wies dagegen darauf hin, dass Kinderlose weniger Steuervergünstigungen haben.

  • dpa
Startseite

50 Kommentare zu "Junge Gruppe der Union: Unions-Politiker beharrt auf Sonderabgabe für Kinderlose"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wie wär's denn mit einer Luxussteuer auf Kinder? Dann würde dieser versifften Gesellschaft, in der Kindermissbrauch und die Verwahrlosung von Kindern immer mehr zur Regel wird, weil verantwortungslose Sozialschnorrer massive finanzielle Anreize zum Kindermachen bekommen, endlich klar werden, was Kinder sind: Etwas sehr Kostbares, das um seiner selbst gezeugt werden sollte, nicht, um ohne Leistung abkassieren zu können. Und die Schnorrer, die sich darauf verlassen, von künftigen Generationen im Alter durchgefüttert zu werden, müssten endlich ihren Ar... hochbekommen, um selbst für ihre Altersvorsorge zu sorgen. Nächstens ist der Staat auch noch für den Orgasmus zuständig.

  • Solch ein himmelschreiender Unsinn. Wir brauchen nicht Quantität, sondern Qualität. Nur Qualität, nicht Quantität bringt den Staat und die Gesellschaft voran. Reden Sie mal mit Sozialarbeitern, dann werden Sie erfahren, wie steil die Zahl der Kinderverwahrlosung und der frühkindlichen Schädigungen durch Gewalt, Missbrauch und Alkoholkonsum der Mütter während der Schwangerschaft in den Familien und bei den alleinerziehenden Müttern ansteigt, die in dritter Generation arbeitslos sind. Ein Wahnsinn mit Methode, ebenso wie bei der Transferunion: Wir erzeugen unsere Problem selbst.

  • Damit wird lediglich das Kinderkriegen von Asozialen gefördert, die jetzt schon, wenn sie schön viel Kinder machen, erheblich mehr Geld einstreichen als jeder Normalverdiener, der im Schweiße seines Angesichts versucht, seine Familie selbst durchzubringen. Und genau diese aus asozialen Familien hervorgehenden Kinder machen den Großteil der jugendlichen Arbeitslosen aus. Doch nicht nur das: Sie neigen zunehmend zum Alkohol- und Drogenmissbrauch und zu frühen Straftaten. Sozialhilfeempfänger werden ist da längst Lebensziel geworden. Ebenso wie die Transferunion, die durch das Mehr-Desselben-Prinzips eben immer mehr statt weniger Schulden erzeugt, sind solche finanziellen Anreize falsch, weil dann die falschen Leute Kinder kriegen. Zudem zahlen Singles ohnehin schon durch eine höhere Steuerklasse und die Mitfinanzierung von der kostenlosen Krankenversorgung von Kindern, den Schulen und Universitäten etc. kräftig mehr, für Neid gibt's da also keinen Grund. Wenn, dann muss für eine vernünftige Kinderbetreuung, geringere bürokratische Auflagen und Hürden für Firmen- und Privatkindergärten und eine volle steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten gesorgt werden. Dann würden die, die ihren Kindern durch eigenes Arbeiten ein gutes Vorbild sind, entlastet werden.

  • Manche haben Nie einen Ehe Partner abbekommen,andere
    bekommen erst gar keine Kinder.
    Doppelte Strafe, das provoziert.

  • Erst sollten mal die Vorraussetzungen für eine sichere Ernährung /Erziehung gewährleistet werden ,sprich: sicherer Job (hoher Kündigungsschutz), höheres Einkommen!!!!!!!!!!!
    Besser noch eine Kinderprämie! 100.000€/Kind wären angemessen!!!(ist nur ein halber Ehrensold, also Pille Palle)
    Schließlich gabs für ein altes Auto ja schon 2.500€!!!!!!!!
    Und ein Kind sollte dem Staat ein vielfaches dessen Wert sein.

  • @margrit117888: Ihrem Gedanken folgend müssten wir eigentlich eine Belohnungssteuer für kinderlose Bürger einführen. Denn so bleiben uns die ganzen zukünftigen Hartz IV Empfänger schließlich erspart.

  • Ich kann es nur immer wiederholen. Kinder sind rentenbilanziell als neutral zu werten. Die Kinder von heute sind die Arbeiter von morgen und die Rentenempfänger von übermorgen. Damit sage ich nicht, dass Kinder für eine Gesellschaft nicht wichtig sind. Aber Renten- oder sonstige Beiträge an der Zahl von Kindern festzumachen, ist schlicht nicht korrekt. Und obwohl selber Vater kann ich den Eltern, die ständig nach Erleichterungen schreien nur sagen, dass sie sich ihre Kinder selber ausgesucht haben und somit auch selber dafür aufkommen müssen. Und den Politikern, die nur kurzdenken nahelegen, einmal eine echte Bilanz aufzustellen.

  • Ein Finanzausgleich der Alltagskostenlasten zwischen Kinderlosen und Eltern ist eine längst überfällige Korrektur einer seit Jahrzehnten bestehenden Ungerechtigkeit, die viel zur Abnahme der Geburtenzahl beigetragen hat.

  • Doch, doch, die brauchen wir
    Denn die Wirtschaft und Politik brauchen noch viele 1 €-Jobber und Zeitarbeiter für Dumpinglöhne
    Die Facharbeiter-Stellen sollen ja mal wieder mit kulturfremden Zuwanderern besetzt werden, dafür soll ja auch der Lohn von über 60.000 auf 44.000 € abgesenkt werden

  • Wie war das mal?
    "Kidner für den Führer"
    heute heißt das ejtzt "Kinder für die Rente"
    Eines so verächtlich wie das andere

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%