Junge Unions-Abgeordnete
Zustimmung zum Rentenpaket an Bedingungen geknüpft

Dem Rentenpaket stehen die jungen Unions-Abgeordneten kritisch gegenüber. Sie erwarten klare Maßnahmen unter anderem gegen „die zu befürchtende Frühverrentungs-Welle“, wenn die Rente mit 63 kommt.
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BerlinUnter den jungen Abgeordneten der Unions-Bundestagsfraktion herrscht großes Unbehagen über das Rentenpaket der Großen Koalition. Der Vorsitzende der Jungen Gruppe, in der sich die Abgeordneten unter 35 Jahren versammelt haben, Steffen Bilger (CDU), knüpfte die Zustimmung an Bedingungen.

„Wir erwarten klare Maßnahmen gegen die zu befürchtende Frühverrentungs-Welle, eine Befristung der Anrechnung der Arbeitslosenzeiten und Regelungen zur Unterstützung eines flexibleren Renteneinstiegs", sagte Bilger Handelsblatt Online.

Bilger begrüßte es in diesem Zusammenhang, dass der Vorsitzende des Jungen Wirtschaftsrates der CDU, Nils-Oliver Freimuth, die jungen Abgeordneten im Bundestag aufgefordert hatte, sich gegen die Rentenpolitik der Großen Koalition zu Wehr zu setzen.

Die Vorschläge von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und der Union, eine Frühverrentung mit 61 Jahren weitgehend auszuschließen, seien nur ein Ablenkungsmanöver, hatte Freimuth am Donnerstag gesagt und die jungen Abgeordneten aufgefordert, „das Paket als Ganzes aufzuschnüren und die Abstimmung über die Rente mit 63 abzukoppeln".

Bilger sagte dazu: „Wir freuen uns über jede Unterstützung bei unserem Einsatz für mehr Generationengerechtigkeit. Die jungen Abgeordneten der Union kämpfen ohnehin seit Wochen für Verbesserungen beim Rentenpaket."

Nach den Plänen von Nahles sollen in die nötigen 45 Beitragsjahre für die abschlagsfreie Rente mit 63 auch Arbeitslosenzeiten hineingerechnet werden. Am 22. Mai soll das Renten-Gesetz im Bundestag verabschiedet werden.

Dietmar Neuerer
Dietmar Neuerer
Handelsblatt / Reporter Politik

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