K-Frage
Deutsche wollen Wulff und Steinbrück

Vor dem zweiten Sondierungsgespräch mit der Union hat sich SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter nochmals hinter den Kanzler gestellt und alle Spekulationen um einen möglichen Ausstieg Gerhard Schröders ins Reich der Fantasie verwiesen. Sollten jedoch sowohl Schröder als auch Merkel auf ihren Anspruch verzichten, haben die Deutschen bereits genaue Vorstellungen von ihren potentiellen Nachfolgern.

HB BERLIN. Angebliche Planspiele in seiner Partei über einen Rückzug von Bundeskanzler Gerhard Schröder seien "wirklich pure Spekulation", kommentierte Benneter im ZDF entsprechende Zeitungsberichte. "Nichts dergleichen hat irgendeinen Hintergrund."

Auch SPD-Fraktionsvize Gernot Erler nannte die Berichte "völligen Quatsch". Er selbst sei bei allen Gremiensitzungen der SPD Anfang der Woche dabei gewesen. Bei sämtlichen Sitzungen sei davon nicht die Rede gewesen. "Die SPD steht nach wie vor voll hinter dem Bundeskanzler", sagte Erler im Deutschlandfunk. Zunächst gehe es jetzt in den Sondierungsgesprächen mit der Union um inhaltliche Fragen und erst danach um Personalien.

CDU-Präsidiumsmitglied Karl-Josef Laumann schloss derweil aus, dass seine Partei im Zuge von Gesprächen mit der SPD auf CDU-Chefin Angela Merkel als Kanzlerkandidatin verzichten könnte. Die Union sei "mit einer tollen Kanzlerkandidatin" in den Wahlkampf gezogen und werde darauf bestehen, dass sie als größte Fraktion den Kanzler stelle, sagte der nordrhein-westfälische Arbeitsminister im Deutschlandfunk.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, in der SPD gebe es Überlegungen, dass Parteichef Franz Müntefering in einer großen Koalition ein Ministeramt übernehmen soll. Voraussetzung sei dabei, dass Schröder nicht im Kanzleramt verbleibe. Die SPD wolle verhindern, dass Merkel ihm im Amt folge. Schröder und Müntefering überlegten daher, wie eine große Koalition von einem anderen Unionspolitiker geführt werden könne, berichtete das Blatt unter Berufung auf Partei- und Regierungskreise weiter.

Auch die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtete, in der SPD werde die Möglichkeit diskutiert, dass Müntefering ins Kabinett gehe. Dies werde als Signal dafür gewertet, dass Schröder in dem Fall nicht mehr auf seiner Kanzlerschaft bestehe.

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