Kabinettsbeschluss
Ärmere Familien bekommen mehr Geld

Das Bundeskabinett hat eine stärkere Unterstützung für Familien mit geringem Einkommen beschlossen. Deutlich mehr Familien als bisher sollen vom Herbst an vom neuen Kinderzuschlag profitieren. Und das ist noch nicht alles.

HB BERLIN. Zudem wird das Wohngeld erhöht und den gestiegenen Heizkosten angepasst. Bundestag und Bundesrat müssen den Plänen noch zustimmen.

Der Kinderzuschlag soll von Oktober an nach Angaben des Familienministeriums für rund 500 000 Kinder gezahlt werden; fünfmal so viele wie derzeit. Er soll verhindern, dass Eltern, die für sich alleingenommen genügend verdienen, nur aufgrund der Kinder Hartz IV-Leistungen beantragen müssen.

Der Höchstbetrag bleibt zwar bei maximal 140 Euro pro Kind. Künftig wird der Zuschlag aber bereits bei niedrigeren Einkommen gezahlt als derzeit. Die Grenze sinkt auf 900 Euro für Paare und für Alleinerziehende auf 600 Euro. Zudem dürfen die Familien mehr als bisher hinzuverdienen. Auch sollen Antäge vereinfacht werden. Die Politik reagiert damit darauf, dass 2007 nur 17 Prozent der Anträge von Eltern auf den Zuschlag erfolgreich waren.

Darüber hinaus sieht ein Entwurf des Bauministeriums vor, das Wohngeld um etwa zehn Prozent anzuheben. Die kräftig gestiegenen Heizkosten sollen über berücksichtigt und die Höchstbeträge für Mieten erhöht werden. Unter dem Strich steigt nach Regierungsangaben das durchschnittliche Wohngeld ab Januar 2009 so von bislang 90 auf rund 150 Euro. Von der Leistung sollen rund 850 000Haushalte profitieren, bisher sind es 600



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